IRF: Institutional Repository FHNW
Willkommen auf der Publikations- und Forschungsdatenbank der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW.
Das IRF ist das digitale Repositorium der FHNW. Es enthält Publikationen, studentische Arbeiten und Projekte.
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Neuzugänge
Virtuelle Kommunikation und Teambindung: Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls bei Kundenbegleiter*innen der SBB
(Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, 04.09.2025) Bruderer, Anouk; Fiedler, Georg; SBB, Patrick Schaub
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie der Microsoft-Teams-Kanal «Deine Sichtweise zählt» beim Depot Basel der SBB gezielt weiterentwickelt werden kann, um die Nutzung zu steigern und den sozialen Zusammenhalt innerhalb des Teams zu fördern. Die Zielgruppe bilden die Kundenbegleiter*innen, deren Arbeitsalltag durch unregelmässige Schichtzeiten, häufig wechselnde Einsatzorte sowie die physische Distanz zu Kolleg*innen geprägt ist. Diese Rahmenbedingungen erschweren den spontanen persönlichen Austausch und machen digitale Kommunikationsmittel zu einem wichtigen Instrument für die Aufrechterhaltung des Teamzusammenhalts. Aufbauend auf theoretischen Modellen zur virtuellen Teamarbeit, Mediennutzung und Vertrauensbildung wurden qualitative Interviews mit acht Mitarbeitenden
des Zugpersonals durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Austauschformate grundsätzlich als sinnvolle Ergänzung zur Teamkommunikation wahrgenommen werden. Ihre Wirksamkeit hängt stark von inhaltlicher Relevanz, klarer Strukturierung, überschaubarer Gruppengrösse und einer unterstützenden Kommunikationskultur ab. Vertrauen, Moderation sowie eine freiwillige Beteiligung erweisen sich als zentrale Erfolgsfaktoren. Gleichzeitig wurde deutlich, dass informelle Kommunikation und sensible Inhalte besondere Schutzräume benötigen, um im digitalen Raum wirksam zu sein. Die Arbeit formuliert konkrete
Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Kanals und zeigt auf, wie virtuelle Kommunikation nicht nur technisch, sondern sozial und kulturell gestaltet werden kann.
11 - Studentische Arbeit
Boundary-Management und Erholungserfahrung: Eine Untersuchung des Zusammenhangs bei Mitarbeitenden einer Werbeagentur
(Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, 04.09.2025) Kästli, Sarah; Berset, Martial; kreisvier communications ag, Andrina Diaz
Die Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt lassen die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben für viele Erwerbstätige zunehmend verschwimmen – mit möglichen Folgen für die Erholung. In diesem Kontext gewinnt das Boundary-Management, also die bewusste Gestaltung von Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund untersucht die Bachelorarbeit den Zusammenhang zwischen dem Boundary-Management und der Erholungserfahrung bei Mitarbeitenden der Schweizer Werbeagentur kreisvier communications ag. Ergänzend wird erforscht, inwiefern sich die
Erholungserfahrung abhängig von der Nutzung von Homeoffice unterscheidet. Im Rahmen eines quantitativen Forschungsdesigns wurden zwei Dimensionen des Boundary-Managements (Work interrupting nonwork behaviors und Boundary control) sowie vier Dimensionen der Erholungserfahrung (Psychological Detachment, Relaxation, Mastery und Control) mittels validierter Skalen erhoben. Die Datenerhebung erfolgte über einen Online-Fragebogen (n = 34), und die Dimensionen wurden anhand formulierter Hypothesen statistisch ausgewertet. Die Ergebnisse der Korrelationsanalysen zeigten einen signifikant
negativen Zusammenhang zwischen arbeitsbezogenen Freizeitunterbrechungen (Work interrupting nonwork behaviors) und der psychologischen Distanzierung (Psychological Detachment) von der Arbeit (rs = -0.578, p < .001), sowie einen signifikanten positiven Zusammenhang zwischen wahrgenommener Grenzkontrolle (Boundary control) und der psychologischen Distanzierung (Psychological Detachment) von der Arbeit (rs = 0.416, p = 0.014). Für die übrigen Erholungsdimensionen ergaben sich keine signifikanten Zusammenhänge mit den beiden Boundary-Management-Konstrukten. Auch die Nutzung von Homeoffice zeigte keine signifikanten Unterschiede in der Erholungserfahrung. Auf Basis der Resultate und unter Berücksichtigung von individuellen Rückmeldungen wurden Gestaltungshinweise auf struktureller, individueller und kultureller Ebene abgeleitet.
11 - Studentische Arbeit
Sparen, aber zu welchem Preis? Kantonale Sparmassnahmen und deren Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit bei Mitarbeitenden des Kantons Solothurn
(Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, 04.09.2025) Gheller, Alessio; Frei, Nadia; VPOD Aargau/Solothurn
Hintergrund: Sparmassnahmen sind aktuell in einigen Schweizer Kantonen im Gespräch. Auch der Kanton Solothurn hat Ende 2024 ein umfassendes Paket verabschiedet. Das bedeutet auch: Die Mitarbeitenden des Kantons sowie der Solothurner Spitäler AG, die dem Kanton gehört, erhalten weniger Geld. Diese Bachelorarbeit untersucht, welche Auswirkung die Ankündigung dieser Sparmassnahmen auf das Solothurner Kantonspersonal hat.
Theorie und Methode: In einer Online-Befragung wurde bei 330 Kantonsmitarbeitenden das Stress-Niveau, der Burnout-Wert sowie die Effort-Reward-Imbalance erfasst. Diese für die Gesundheit zentralen Konstrukte wurden mit der ebenfalls erhobenen Betroffenheit von den Sparmassnahmen in Verbindung gebracht. Mit einer Mediations- und mehreren Regressionsanalysen wurden die Hypothesen getestet.
Ergebnisse: Die Resultate weisen darauf hin, dass die Sparmassnahmen beim Kantonspersonal die Gesundheit beeinträchtigen. Die Betroffenheit von den Sparmassnahmen hat eine signifikante Vorhersagekraft für sämtliche drei Konstrukte: Stress, Burnout und Effort-Reward-Imbalance. Zudem konnte mittels Mediations-Analyse gezeigt werden, dass die Effort-Reward-Imbalance den Zusammenhang zwischen der Betroffenheit von den Sparmassnahmen und sowohl dem Stress-Niveau als auch dem Burnout-Wert mediiert.
Konklusion: Die Ankündigung von Sparmassnahmen kann durch eine Verschlechterung der Effort-Reward-Imbalance gesundheitlich relevante Folgen nach sich ziehen. Weitere Forschung, um die Ursache-Wirkung-Beziehung mit zum Beispiel Längsschnittstudien noch besser beschreiben zu können, ist jedoch nötig und wertvoll, sowohl aus arbeitspsychologischer wie auch aus staatswirtschaftlicher Sicht.
11 - Studentische Arbeit
prontoFIT: Analyse und Weiterentwicklung des Betriebliches Gesundheitsmanagements der Coop Pronto AG
(Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, 04.09.2025) Brossard, Alison; Krause, Andreas; Coop Pronto AG, Jacqueline von Arx
Diese Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Umsetzungsstand des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei der Coop Pronto AG und liefert Grundlagen für dessen konzeptionelle Weiterentwicklung. Im Fokus stehen die Wahrnehmung der Mitarbeitenden zum bestehenden Angebot sowie der Grad der Systematik im bisherigen Vorgehen. Die Untersuchung basiert auf einem qualitativen Forschungsdesign mit einer Dokumentenanalyse, einem Experteninterview mit der Personalverantwortlichen und zwölf leitfadengestützten Interviews mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Unternehmensbereichen. Die Ergebnisse zeigen, dass grundlegende Elemente eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements vorhanden sind, jedoch eine übergeordnete Strategie und systematische Verknüpfung der Massnahmen fehlen. Das Gesundheitsmanagement wird von den Mitarbeitenden insgesamt positiv bewertet, jedoch vor allem mit Bewegung und ergonomischen Aspekten assoziiert, wobei zugleich Potenziale in den Bereichen psychische Gesundheit, Kommunikation und der Rolle der Führungspersonen erkannt werden. Für eine nachhaltige Verankerung im Unternehmen empfiehlt sich die Entwicklung eines Gesamtkonzepts, das die bestehenden Elemente bündelt und weiterentwickelt.
11 - Studentische Arbeit
Anwendung des Means-End-Chain-Modells zur Analyse von psychologischen Werten hinter der Nutzung von Smart-Trackern
(Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, 04.09.2025) Senn, Stefanie; Trachsler, Sabrina; Walty
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche psychologischen Werte die Kaufentscheidung von Smart-Tracker-Nutzenden beeinflussen und wie diese Werte mit spezifischen Produkteigenschaften zusammenhängen. Die Grundlage dafür bildet das Means-End-Chain-Modell nach Gutman (1982), das den Zusammenhang zwischen Produkteigenschaften, dem daraus resultierenden Nutzen sowie persönlichen Werten abbildet. Im Rahmen einer qualitativen Untersuchung wurden 12 Laddering-Interviews mit Smart-Tracker-Nutzenden aus der deutschsprachigen Schweiz durchgeführt, wobei die gewonnenen Erkenntnisse in einer Hierarchical Value Map visualisiert wurden. Dabei traten zwei besonders dominante Verkettungen hervor. Die Befragten assoziieren die wahrgenommene Zuverlässigkeit eines Smart-Trackers mit einem Gefühl der Sorgenfreiheit, welches mit dem Wunsch nach innerer Harmonie verbunden ist. Ein ansprechendes Design wird mit dem eigenen Stil in Verbindung gebracht und mit dem Wert der Selbstachtung verknüpft. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass Kaufentscheidungen nicht allein auf technischen Kriterien beruhen, sondern eng mit individuellen Werthaltungen verknüpft sind. Die Erkenntnisse wurden genutzt, um praxisnahe Handlungsempfehlungen für Werbestrategien zu entwickeln, die sich an den identifizierten Ketten orientieren. Die Arbeit liefert somit wertvolle Einblicke für Unternehmen, die Smart-Tracker in einem stark umkämpften Markt positionieren möchten.
11 - Studentische Arbeit