M ar c Sz yd lik (H rs g. ) G en er at io ne n zw is ch en K on fl ik t un d Z us am m en ha lt Generationen zwischen Konflikt und Zusammenhalt Marc Szydlik (Hrsg.) Generationen zwischen Konflikt und Zusammenhalt Marc Szydlik (Hrsg.) Generationen zwischen Konflikt und Zusammenhalt Marc Szydlik (Hrsg.) mschlag rnst udwig Kirchner auern amilie eim ssen Kirchner Museum a os Schenkung achlass rnst udwig Kirchner u liziert on Seismo erlag Sozialwissenscha ten und Gesellscha ts ragen G Z rich und Gen www.seismo erlag.ch | uch seismo erlag.ch S ( rint) S ( ) . seismo. er Seismo erlag wird om undesamt r Kultur r die ahre unterst tzt. ie englische usga e dieser u likation ist unter dem itel Generations between Conflict and Cohesion erh ltlich. he nglish edition o this u lication is a aila le under the title Generations between Conflict and Cohesion ( S . seismo. ) e t die utor innen ieses erk ist lizenziert unter einer reati e ommons amensnennung nicht kommerziell keine ear eitung . internationale izenz http://www.seismoverlag.ch mailto:buch@seismoverlag.ch http://doi.org/10.33058/seismo.30756 http://doi.org/10.33058/seismo.30756 http://doi.org/10.33058/seismo.30756 http://doi.org/10.33058/seismo.30879 http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ nhalt inleitung (Marc Szydlik) Generationen on y en und ussagen (Marc Szydlik) Generationen zwischen Konflikt m i alenz on gemischten und wechselnden Ge hlen (Klaus Ha erkern) Stress on Sorgen und elastungen ( hristo h Zangger) Streit on S annung und Konflikt ( hristo h Zangger) istanz on Gleichg ltigkeit und nt remdung ( ettina sengard) und Zusammenhalt indung on nge und Kontakt ( onny K nig) aum on Koresidenz und nt ernung ( ettina sengard) Zeit on Hil e und flege (Klaus Ha erkern) Geld on aktuellen rans ers und r scha ten ( amara osshardt) azit on Konflikt und Zusammenhalt (Marc Szydlik) nhang iteratur Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Tamara Bosshardt Erben ist für mich nicht wichtig. Sie haben sich alles selber erschaffen und sollen es auch ausgeben können. (Frau, 55 Jahre) inleitung Kinder kosten Geld. Für minderjährige Kinder ist dies naheliegend. Neben den direkten Ausgaben gehören dazu auch beachtliche indirekte Kosten durch Erwerbsausfälle und unbezahlte Arbeit. Dabei variieren die Kosten mit dem Alter und der Anzahl der minderjährigen Nachkommen (z. B. Gerfin et al. 2009, Craviolini 2017). Allerdings vernachlässigt der Blick auf minder- jährige Kinder und Jugendliche die späteren Aufwendungen für erwachsene Nachkommen. Immerhin stellen finanzielle Leistungen neben Raum und Zeit eine der drei zentralen Formen der funktionalen Generationensolidarität dar (Kapitel 1, 8, 9). Geld kann zwischen den Generationen auf mehrere Arten fliessen. Ganz wesentlich sind aktuelle Geschenke und Zahlungen. So kann durch Sach- und Geldgeschenke Anteilnahme an wichtigen Lebensereignissen gezeigt werden. Selbst kleinere Präsente können signalisieren, dass man sich schätzt und umein ander bemüht. Grössere Beträge können willkommene Unter- stützungsleistungen sein und bei finanziellen Engpässen helfen. Wenn sich die Eltern an den Ausbildungskosten beteiligen, kann dies zudem als Investi- tion ins Familienprestige angesehen werden. Eine gute Ausbildung verspricht zukünftige ökonomische Gewinne der Nachkommen und dadurch die Ver- hinderung des sozialen Abstiegs der Familie (Albertini/Radl 2012). Darüber hinaus können aktuelle Geschenke und Zahlungen zukünftige Gegenleis- Geld on aktuellen rans ers und r scha ten tungen auslösen, beispielsweise in Form von zeitlicher Unterstützung. Jeden- falls kann durch Geld Zuneigung ausgedrückt, Dankbarkeit hervorgerufen und die Generationenbeziehung gestärkt werden (bereits Simmel 1908; vgl. Kohli/Künemund 2003). Zu den Geldtransfers von Eltern an ihre Nachkommen zählen neben Leis- tungen zu Lebzeiten auch Vererbungen. Diese schlagen selbst über den Tod hinaus eine Brücke zwischen den Familiengenerationen. Nachlässe können wertvolle Unterstützungen von einer Generation für die nächste darstellen. Erbschaften können gleichzeitig Erinnerungen an die Erblasser stützen und somit das Familiengedächtnis stärken (vgl. bereits Halbwachs 1925). Zudem werden über manche Erbschaften durchaus immense Summen weitergegeben (Brülhart 2019: 5). Auch bei Nachlässen stellt sich somit die Frage des Zusam- menhangs von familialer Generationensolidarität und sozialer Ungleichheit (Szydlik 2000, 2016). Dieses Kapitel geht der Frage nach, inwiefern erwachsene Familiengenera- tionen durch Geld miteinander verbunden sind. Welche Geldströme fliessen zwischen Eltern und erwachsenen Kindern? Es werden aktuell erhaltene und gegebene Geschenke und Zahlungen betrachtet, und es werden Schenkun- gen und Erbschaften in den Blick genommen. In welche Richtung fliessen die Transfers hauptsächlich, und wie hoch sind die Beträge? Handelt es sich hauptsächlich um kleine Präsente, oder werden vielmehr hohe Summen wei- tergereicht? Der Fokus liegt auf den aktuell erhaltenen Transfers sowie den bisheri- gen und zukünftigen Erbschaften. Es soll geklärt werden, wer besonders von finanziellen Leistungen zu Lebzeiten und nach dem Tod der Eltern profitiert – und wer weniger. Es geht also nicht nur um das Auftreten und den Umfang der Geldströme. Vielmehr wird besonderes Augenmerk auf die Faktoren gelegt, die zu mehr oder weniger Geldflüssen beitragen: Welche Rolle spielen Ressourcen und Bedarf? Wie gross ist die Bedeutung der Familienstrukturen für die Generationentransfers? Welche gesellschaftlichen Kontexte kann man identifizieren? Darüber hinaus stellt sich die Frage, welche besonderen Muster sich bei Personen mit lebenden bzw. verstorbenen Eltern zeigen. Wie in den anderen Kapiteln werden auch im vorliegenden Geldkapitel zunächst Grundlagen geschaffen, um daraufhin die empirischen Befunde dar- zustellen. Was kann man unter Generationentransfers verstehen, was wissen wir bereits darüber, welche Hypothesen lassen sich für die folgenden Analy- sen aufstellen? Nach den Fragen und einem Überblick über die intergenera- tionalen Geldleistungen folgen die Analysen. Das Kapitel schliesst mit einer Zusammenfassung. Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Grundlagen Geld Geldtransfers zwischen Generationen umfassen ein weites Spektrum, das von kleineren Aufmerksamkeiten und Geburtstagsgeschenken über regelmässige Zahlungen, beträchtliche Schenkungen zur Hochzeit oder beim Immobilien- erwerb bis hin zu Erbschaften in Millionenhöhe reicht. Grundsätzlich kann man zwischen Transfers zu Lebzeiten der Eltern und danach in Form von Erb- schaften unterscheiden. Zudem sind Transferhöhen in den Blick zu nehmen und der Zeitraum des Gebens und Nehmens zu berücksichtigen. Darüber hinaus existieren unterschiedliche Transferrichtungen, und zwar in der Gene- rationenlinie aufwärts oder abwärts gerichtete finanzielle Leistungen. Bei aktuellen Transfers zu Lebzeiten ist es hilfreich, auch kleinere Geschen- ke zu berücksichtigen. Diese können Bindungen signalisieren, Zeichen von Auf merk samkeit und Zuneigung darstellen und somit Beziehungen stärken. Geschenke zeigen, dass man aneinander denkt und die Verbindung aufrecht- erhalten möchte. Auch kleinere, persönliche Sachpräsente können von beson- derer Bedeutung sein. Geschenke und Zahlungen von geringerem Wert können sich aber auch über die Jahre aufsummieren und relevante Auswirkungen auf die finanzi- elle Situation der Begünstigten haben. Geldtransfers sind häufig geschätzte, wenn nicht sogar notwendige Unterstützungen. Sie können Notsituationen abfedern oder vermeiden. Sie können aber auch neue Möglichkeiten eröffnen und zu einer beträchtlichen Steigerung der Lebensqualität beitragen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn es sich um höhere Beträge handelt. Hierbei können neben regelmässigen Zahlungen auch einmalige Schenkungen eine grosse Rolle spielen. Diese können den Charakter von vorgezogenen Erb- schaften haben, aber auch zu bestimmten Anlässen willkommene Unterstüt- zungen darstellen, z. B. bei der Geburt eines (Enkel-)Kindes oder dem Erwerb einer Immobilie. Zu Lebzeiten können Transfers einmalig, mehrmals oder auch regelmässig erfolgen. Weiter kann der Zeitpunkt des Gebens eine wichtige Rolle spielen: So können finanzielle Leistungen wichtige Unterstützungen in jüngeren Jah- ren darstellen, beispielsweise während der Ausbildung der erwachsenen Kin- der. Im Gegensatz dazu wird von Verstorbenen – wenn überhaupt – einmal geerbt, und dies geht mit dem Tod der Eltern einher. Damit erhält man eine Erbschaft zumeist in der zweiten Lebenshälfte, wenn also eine eigenständige Lebensführung oft lange erreicht ist (Szydlik 2016: 148). Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Um Geldflüsse zwischen den Generationen möglichst umfassend abzu- bilden, werden in diesem Kapitel sowohl Transfers zu Lebzeiten der Eltern als auch nach ihrem Tod untersucht und die jeweiligen Beträge ermittelt. Zudem werden kleinere Geschenke und grössere Schenkungen einbezogen. Bei den aktuellen Transfers wird ein Zeitraum von einem Jahr betrachtet. In Hinblick auf Schenkungen werden alle jemals erhaltenen Übertragungen berücksich- tigt. Dies gilt auch für Erbschaften, wobei hier sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft geblickt wird und auch kleinere Nachlässe einbezogen werden. Geldwerte Leistungen wie zur Verfügung gestellter Wohnraum oder praktische Hilfe werden in Kapitel 8 und 9 ausführlich behandelt. orschung Als zentraler Bestandteil funktionaler Solidarität sind aktuelle Transfers und Erbschaften bereits seit längerem Gegenstand der Generationenforschung. Auf die Fragen, wie häufig und wie viel Geld aktuell zwischen lebenden Fami- liengenerationen fliesst, gibt es allerdings keine einheitliche Antwort. Dies liegt nicht zuletzt an unterschiedlichen Frageformulierungen und einbezoge- nen Personengruppen, aber auch an deutlichen Länderdifferenzen (z. B. für Frankreich Attias-Donfut/Wolff 2000, für Deutschland Motel/Szydlik 1999, Szydlik 2000, für Schweden Fritzell/Lennartsson 2005, für Finnland Majamaa 2013, Hämäläinen/Tanskanen 2019). Auch internationale Studien weisen auf grosse Länderunterschiede bei den Generationentransfers hin. Gemäss des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) hat ein Fünf- tel der ab 50-jährigen Eltern innerhalb eines Jahres mindestens 250 Euro an erwachsene Kinder ausserhalb des Haushalts gegeben. Die Bandbreite reicht von sieben Prozent in Spanien bis 31 Prozent in Schweden. Die Schweiz liegt mit 21 Prozent im Mittelfeld (Szydlik 2016: 119). Erbschaften wurden trotz ihrer immensen gesellschaftlichen und wirt- schaftlichen Bedeutung bislang weniger intensiv erforscht. Dies mag auch daran liegen, dass in vielen Studien sensible Fragen nach Vermögensverhältnis- sen und dem Tod der Eltern eher vermieden werden. Nichtsdestotrotz existie- ren auch zu Nachlässen einige Erkenntnisse (z. B. Szydlik 2000, 2004, 2011, Künemund/Vogel 2008, Leopold/Schneider 2010). Internationale Vergleiche ergeben wiederum grosse Länderunterschiede. Auf Basis des SHARE haben in Europa insgesamt 15 Prozent der ab 50-Jährigen mindestens 5 000 Euro von den Eltern geerbt. Die tiefste Erbquote mit sechs Prozent weist hierbei Polen auf. In der Schweiz wird mit 32 Prozent hingegen am häufigsten geerbt. Bei den zukünftig erwarteten Nachlässen liegt Schweden mit über zwei Dritteln Geld on aktuellen rans ers und r scha ten an erster Stelle, aber auch in der Schweiz rechnet über die Hälfte der Befragten in Zukunft mit einer Erbschaft (Szydlik 2016: 150). Zu ähnlichen Befunden kommt Stutz (2008: 86), wonach ebenfalls ein Drittel der stimmberechtig- ten Schweizerinnen und Schweizer angibt, bereits eine Erbschaft erhalten zu haben und beinahe die Hälfte noch einen Nachlass erwartet. Hier werden zwar nicht nur Erbschaften von den eigenen Eltern berücksichtigt, diese stel- len aber den Grossteil der erhaltenen Nachlässe dar. Bisherige Forschung legt zudem nahe, dass Geldleistungen zwischen Familiengenerationen stark von finanziellen Möglichkeiten abhängen. So tre ten aktuelle Transfers in höheren sozialen Schichten wesentlich häufiger auf (König  2016), und dies gilt auch für Vererbungen (z. B. Künemund/ Vogel 2008, Szydlik 2011). Wer höher gebildet ist, erzielt in der Regel ein höheres Einkommen, und wer mehr Geld verdient, kann auch mehr wei- tergeben. Umgekehrt erhalten gerade erwachsene Kinder mit höherer Bil- dung auch mehr Geldtransfers von ihren Eltern, was für die Bedeutung einer lebenslangen Generationensolidarität spricht. Schichthöhere Eltern ermögli- chen ihren Nachkommen häufig ebenfalls einen höheren Bildungsabschluss – und können zum Lebensende darüber hinaus einen deutlich höheren Nach- lass vererben (Szydlik 2012). Daneben existieren Hinweise darauf, dass die Wohnentfernung einen Einfluss auf aktuelle Generationentransfers haben kann (Brandt/Deindl 2013, Deindl 2011, 2017). Mit dem Alter der Kinder ändert sich auch der Unterstützungsbedarf. So wurde festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit von finanziellen Leistungen der Eltern mit zunehmendem Alter der Kinder abnimmt (Hartnett et al. 2013). In Bezug auf die Altersstruktur der Erbenden machen sich zwei Entwick- lungen bemerkbar: Einerseits erben jüngere Kohorten häufiger (Leopold/ Schneider 2010), andererseits erhöht sich das Alter, in welchem geerbt wird (Stutz 2008). Aus Sicht der Nachkommen ist der Bedarf an finanzieller Unter- stützung von den Eltern an den Erwerbsstatus gekoppelt. Monetäre Zuwen- dungen erhalten erwachsene Kinder insbesondere während ihrer Ausbildung oder bei Arbeitslosigkeit (Schenk et al. 2010). Bei den Eltern kann indes ein schlechter Gesundheitszustand zu einem erhöhten Eigenbedarf an finanziel- len Mitteln führen, was mit einer Umkehr der Geldflüsse von Kindern an ihre Eltern einhergehen kann (Schaller/Eck 2019). Bisherige Forschung weist zudem darauf hin, dass Geld als universales Tauschmittel auch in Familien- beziehungen als Gegenleistung für erhaltene Hilfe fungieren kann (Norton/ Houtven 2006, Brandt et al. 2009; vgl. auch Kapitel 9). Für die Erklärung von aktuellen Transfers und Erbschaften hat sich auch die Berücksichtigung der Familienkonstellation als hilfreich erwiesen. Frü- Geld on aktuellen rans ers und r scha ten here Untersuchungen legen nahe, dass Töchter im Vergleich zu Söhnen etwas häufiger Geschenke bzw. Zahlungen erhalten (Lennartsson 2011). Während beim tatsächlichen Erhalt von Nachlässen keine signifikanten Geschlechter- unterschiede zu beobachten sind, schätzen Töchter ihre zukünftigen Erb- schaftschancen zuweilen aber etwas tiefer ein. Hier könnten engere Bindun- gen eine Rolle spielen, aufgrund derer man weniger über den Tod der Eltern spekulieren mag (Szydlik 2004, 2011). Darüber hinaus kann sich eine neue Partnerschaft der Eltern negativ auf die finanzielle Unterstützung der Nach- kommen auswirken (Clark/Kenney 2010). Inwieweit sich frühere Bindungen zwischen den Familiengenerationen auf spätere finanzielle Leistungen auswir- ken, wurde bislang allerdings noch kaum explizit untersucht. Dafür wurde festgestellt, dass erwachsene Kinder mit vielen Geschwistern nicht nur selte- ner Geld- und Sachgeschenke erhalten (Emery 2013), sondern auch geringere Erbschaftschancen aufweisen (Leopold/Schneider 2010). Bisherige Studien belegen zudem, dass Erwachsene mit Migrationsge- schichte seltener von aktuellen Transfers ihrer Eltern profitieren (Isengard et al. 2018), und sie erben auch deutlich weniger (Szydlik 2011). Als bedeut- sam erweisen sich darüber hinaus nationale Unterschiede. So steigt mit dem Wohlstandsniveau eines Landes die Chance, von einem Nachlass zu profitie- ren (Szydlik 2016). Hy othesen Welche Mechanismen tragen zu aktuellen finanziellen Transfers und Erb- schaften zwischen den Generationen bei? Zunächst werden hierzu Hypothe- sen auf Basis bisheriger Forschung und dem ONFC-Modell aufgestellt (Kapi- tel 1). Was Opportunitäten angeht, verfügen Familien aus höheren sozialen Schichten über wesentlich mehr Ressourcen, was sich auch in entsprechenden Generationentransfers niederschlagen sollte. Dabei legt auch der enge Zusam- menhang von Bildung der Eltern und ihrer Kinder nahe, dass aktuelle Trans- fers und Erbschaften mit dem Bildungsniveau der Nachkommen ansteigen (Becker/Zangger 2013). Ebenso dürften diejenigen erwachsenen Kinder häu- figer von Geld- und Sachgeschenken, Zahlungen und Erbschaften profitieren, die sich bereits in einer komfortableren finanziellen Lage befinden. In Hinblick auf die Wohnentfernung lassen sich unterschiedliche Hypo- thesen aufstellen. Einerseits können kurze Wege den erwachsenen Kindern eher die Möglichkeit bieten, ihre Eltern zu finanziellen Unterstützungen zu bewegen. Andererseits können Geldtransfers über grössere Distanzen als Beziehungskitt dienen. Nicht umsonst wird Geschenken die Fähigkeit zuge- Geld on aktuellen rans ers und r scha ten sprochen, Freundschaften zu erhalten, und dies kann auch für Familienbezie- hungen gelten (Bonsang 2007, König 2016; vgl. auch Kapitel 7). Bedürfnisse können Unterstützungsnormen und Altruismus aktivieren. Einen ersten Hinweis liefert das Alter. Die Abhängigkeit von finanzieller Zuwendung der Eltern dürfte abnehmen, wenn die erwachsenen Kinder zunehmend auf eigenen Beinen stehen. Zudem sinkt der normative Druck, ältere Nachkommen regelmässig finanziell zu unterstützen, zumal sich Unter- stützungsnormen insbesondere auf das junge Erwachsenenalter beziehen (Hartnett et al. 2013). Erwachsene Kinder sind besonders während ihrer Ausbildung auf finanzi- elle Leistungen ihrer Eltern angewiesen (Fingerman et al. 2015). Eine stärkere Unterstützung in dieser Zeit wird von Fokkema et al. (2008) auch auf lang- fristige Reziprozitätserwartungen zurückgeführt, da von besser ausgebilde- ten Nachkommen zukünftig selbst mehr Transfers erwartet werden können. Hinzu kommen rechtliche und soziale Unterstützungsnormen sowie Inves- titionen in den Statuserhalt bzw. Statusgewinn (Attias-Donfut/Wolff 2000, Albertini/Radl 2012, Majamaa 2013). Immerhin strebt ein Grossteil der in Ausbildung befindlichen Erwachsenen einen tertiären Abschluss an (Bula/ Segura 2019). Auf Seiten der elterlichen Bedürfnisse stellt der Gesundheitszustand einen wichtigen Faktor dar. Gesundheitsprobleme gehen häufig mit hohen Kosten einher, so dass der höhere Eigenbedarf zu weniger aktuellen Generationen- transfers führen dürfte. Wer hingegen bis ins hohe Alter bei guter Gesundheit bleibt, hat generell weniger Kosten zu tragen und folglich auch mehr zu ver- erben. Gleichzeitig können praktische Hilfen der Kinder an die Eltern im Sinne einer Reziprozitätsnorm finanzielle Gegenleistungen hervorrufen (Leopold/ Raab 2011). Dies kann aktuell erfolgen, aber auch langfristig über Nachlässe. Bei stabilen Bindungen kann die erhaltene Hilfe sogar länger zurückliegen und eine geldwerte Belohnung erst in ferner Zukunft erwartet werden (Kohli/ Künemund  2003). Auch bei Vererbungen wird daher davon ausgegangen, dass Kinder, die ihren Eltern helfen, besonders berücksichtigt werden (Bern- heim et al. 1985). Allerdings sind gerade diejenigen Eltern auf private Pflege angewiesen, die sich professionelle Unterstützung weniger leisten können. Daher liegt die Vermutung nahe, dass gelegentliche praktische Hilfe eher mit Geldtransfers vergolten wird, während dies bei der weitaus aufwändigeren Pflege weniger zutrifft. Der Einfluss der Familienstrukturen bezieht sich zunächst auf die Geschlechterkombination von Elternteil und Kind. So geht die Kinkeeper- Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Hypothese davon aus, dass sich Frauen und speziell Mütter stärker in der Familie engagieren und einen engen Familienzusammenhalt fördern (Rosen- thal 1985, Rossi/Rossi 1990; vgl. Kapitel 7). Dies kann auch mehr Geschenke bedeuten. Umgekehrt äussern sich Söhne eher über zukünftige Erbschaften (s. o.). Bei tatsächlich erhaltenen Nachlässen ist allerdings kaum davon auszu- gehen, dass Eltern noch zwischen Töchtern und Söhnen unterscheiden. Hier- für sprechen zudem rechtliche Regelungen. So können Eltern auch in der Schweiz ihren Kindern kaum ihr gesetzliches Pflichtteil entziehen, der hier drei Vierteln des gesetzlichen Erbteils entspricht (Wolf/Hrubesch- Millauer 2017). Wenn Mutter und Vater zusammenleben, kann dies mit mehr (gemeinsa- men) Geschenken an die Kinder einhergehen. Man kann sich untereinander an Anlässe wie Geburtstage erinnern, auf Unterstützungsbedarf der Kinder hinweisen, sich beim Aussuchen, Kaufen und Verpacken geeigneter Präsente unterstützen sowie auch Zahlungen anregen. Zudem dürfte man von zusam- menlebenden Eltern zukünftig einen höheren Nachlass erwarten, zumal dann keine vorherige Teilung des Familienbesitzes erfolgt ist. Umgekehrt dürfte die bisherige Erbschaft für die Nachkommen aufgrund der Erbteilung geringer ausfallen, wenn der andere Elternteil noch lebt. Man kann für die folgenden empirischen Analysen unterstellen, dass Erfahrungen in Kindheit und Jugend auch auf spätere Generationentransfers wirken. In Hinblick auf frühe Konflikte zwischen Eltern und Kindern las- sen sich dabei gegensätzliche Hypothesen aufstellen: Einerseits können solche Konflikte das Verhältnis zu den Eltern nachhaltig belasten und zu Entfrem- dungen beitragen (Kapitel 4, 6). Dies könnte das Ausmass an Geschenken und Zahlungen verringern. Andererseits könnten sich solche Eltern später besonders zu finanziellen Aufmerksamkeiten verpflichtet fühlen, die ihren minderjährigen Kindern starke Konflikte zugemutet haben. Darüber hinaus kann man die Hypothese aufstellen, dass ein positives Familienklima in der Kindheit später mehr aktuelle Generationentransfers nach sich zieht. Dies dürfte insbesondere für gezeigte Zuneigung gelten: Eltern, welche sich von Anfang an stärker mit dem Kind emotional verbunden fühlen, geben im Erwachsenenalter wohl eher Geschenke und Unterstützung. Aufgrund der stärkeren gesetzlichen Regulierungen von Erbschaften dürften sich hierbei schwächere Effekte von Kindheitserfahrungen zeigen, auch wenn diese nicht auszuschliessen sind. Es wird auch spannend sein zu sehen, welchen Einfluss weitere Familien- mitglieder auf die Generationentransfers haben. Leben die Nachkommen in einer Partnerschaft, könnten sich finanzielle Zuwendungen der Eltern auf- Geld on aktuellen rans ers und r scha ten grund der partnerschaftlichen Haushaltsführung verringern. Wer aber Nach- wuchs in die Welt gebracht hat, kann von den Eltern für die Weiterführung der Familie „belohnt“ werden und finanzielle Unterstützung bei den zusätz- lichen Ausgaben erhalten. Grosseltern könnten ihre Enkel jedoch auch direkt bedenken und damit die mittlere Generation überspringen. Geschwister kön- nen sich ebenfalls als Konkurrenz um elterliche Zuwendungen erweisen. Je mehr Nachkommen die Eltern haben, desto weniger dürften sie jedes dieser Kinder umfangreich finanziell unterstützen können (s. o.). Auch im Falle von Erbschaften stellen eigene Kinder und Geschwister potenzielle Konkurrenz um den elterlichen Nachlass dar. Da Geschwister in der gesetzlichen Erbfolge gleichrangig sind, während Enkelkinder nicht zu den Pflichterben gehören, ist insbesondere eine Verringerung der Erbschaftschancen durch Geschwister zu erwarten. In Hinblick auf gesellschaftliche Kontexte kann die Migrationsgeschichte bedeutsam sein. Migration erfolgt häufig aus ökonomischen Gründen. Daher ist anzunehmen, dass insbesondere die erste Migrationsgeneration deutlich weniger finanzielle Transfers von ihren Eltern erhält. Dies gilt insbesondere für Erbschaften. Vermögen von substantiellem Wert werden oft über mehrere Generationen aufgebaut. Daher dürfte auch die zweite Migrationsgeneration vergleichsweise geringere Erbschaftschancen aufweisen. Darüber hinaus wird möglichen regionalen Unterschieden nachgegangen. Hierbei dürften nicht zuletzt Wohlstandsdifferenzen eine Rolle spielen. In der wirtschaftlich starken Deutschschweiz können somit die meisten aktu- ellen Transfers und Erbschaften erwartet werden, in der italienischsprachi- gen Schweiz entsprechend weniger. Umgekehrt kann man hier jedoch von besonders engen Familienbindungen ausgehen (Kapitel 7). Wie stark sich bei aktuellen Transfers regionale Unterschiede auswirken, ist somit ebenfalls eine empirische Frage. e unde ragen SwissGen erfasst aktuelle Transfers, Schenkungen und Erbschaften für lebende und verstorbene Mütter und Väter (König et al. 2023). Falls das Geld von beiden Elternteilen gemeinsam stammt, wird es jeweils halb der Mutter, halb Geld on aktuellen rans ers und r scha ten dem Vater zugerechnet. In Hinblick auf die aktuellen Transfers zu Lebzeiten lautet die Frage: Haben Sie in den letzten 12 Monaten Geldgeschenke, Sachgeschenke oder Zahlungen von Ihrer Mutter [Ihrem Vater] erhalten? Bei verstorbenen Eltern bezieht sich der abgefragte Zeitraum auf ihr letztes Lebensjahr: Haben Sie in den letzten 12 Monaten vor dem Tod Ihrer Mutter [Ihres Vaters] von ihr [ihm] Geldgeschenke, Sachgeschenke oder Zahlungen erhal- ten? Analog werden gegebene Transfers erhoben: Haben Sie in den letzten 12 Monaten Geldgeschenke, Sachgeschenke oder Zahlungen an Ihre Mutter [Ihren Vater] gegeben? Bei verstorbenen Eltern lautet die entsprechende Frage: Haben Sie in den letzten 12 Monaten vor dem Tod Ihrer Mutter [Ihres Vaters] an sie [ihn] Geldgeschenke, Sachgeschenke oder Zahlungen gegeben? Als erste Antwort steht zunächst jeweils „Nein“ sowie „Ja, insgesamt: …“ zur Auswahl. Darauf folgt der Betrag: Bis 500 CHF – Bis 1 000 CHF – Bis 5 000 CHF – Bis 10 000 CHF – 10 000 CHF und mehr. Schenkungen werden folgendermassen erfasst: Haben Sie jemals von Ihrer Mutter [Ihrem Vater] eine oder mehrere grös- sere Schenkungen erhalten (z. B. Geld, Wertgegenstände oder Immobilien)? Die Frageformulierung ist für lebende oder bereits verstorbene Eltern iden- tisch, da alle jemals erhaltenen Schenkungen einbezogen werden. Auch hier wird zunächst zwischen „Nein“ und „Ja, insgesamt: …“ unterschieden. Darauf hin stehen für die Schenkungen höhere Betragskategorien zur Verfü- gung als für aktuelle Transfers: Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Bis 5 000 CHF – Bis 25 000 CHF – Bis 50 000 CHF – Bis 100 000 CHF – Bis 250 000  CHF  – Bis 500 000  CHF  – Bis 1 000 000  CHF  – 1 000 000 CHF und mehr. In Hinblick auf Erbschaften wird für lebende und verstorbene Eltern entspre- chend nach erwarteten und erhaltenen Nachlässen gefragt. Erwartete Erb- schaften bei lebenden Eltern werden mit dieser Formulierung erhoben: Glauben Sie, dass Sie von Ihrer Mutter [Ihrem Vater] irgendwann eine Erbschaft erhalten werden? Bei verstorbenen Müttern und Vätern werden dafür die erhaltenen Nachlässe erfasst: Haben Sie von Ihrer Mutter [Ihrem Vater] eine Erbschaft erhalten? Dabei stehen dieselben Antwortkategorien wie bei der Schenkungsfrage zur Verfügung. Bei erwarteten Erbschaften wird zusätzlich noch die Antwortmög- lichkeit „Weiss nicht“ angeboten. Im Folgenden werden die beiden höchsten Betragsgruppen für aktuelle Transfers zusammengefasst. Auch die Schenkungen und Erbschaften werden jeweils in fünf Kategorien dargestellt: Ab 250 000, bis 250 000, bis 50 000, bis 5 000 CHF sowie keine Übertragung. er lick Wie häufig fliesst Geld zwischen den Generationen, und wer profitiert davon am meisten? Erste Antworten auf diese Fragen bietet Abbildung 10.1. Hiermit werden die aktuellen Transfers sowie die Schenkungen und Erbschaften doku- mentiert. Die Zahlen für die folgenden drei Abbildungen sind im Datenband aufgeführt (König et al. 2023: Tabellen AD52, 53, 55, 56). Beinahe die Hälfte der Erwachsenen mit lebenden Eltern hat im letzten Jahr Geldgeschenke, Sachgeschenke oder Zahlungen von ihnen erhalten. Allerdings wird ebenfalls deutlich, dass sich hohe Beträge auf eine deutlich kleinere Personengruppe beschränken. Beinahe zwei Drittel der aktuell erhal- tenen Geschenke oder Zahlungen liegen nämlich über das ganze Jahr gerech- net bei unter 500 Franken pro Elternteil. Über 5 000 Franken erhielten nur drei Prozent der Nachkommen. Geld on aktuellen rans ers und r scha ten ildung . Geld 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Erbschaft erhalten Schenkung erhalten Aktuell gegeben Aktuell erhalten Eltern verstorben Erbschaft erwartet Schenkung erhalten Aktuell gegeben Aktuell erhalten Eltern leben Bis 250 000250 000+ Bis 50 000 Bis 5 000 0 0Bis 5 0005 000+ Bis 1 000 Bis 500Aktuelle Transfers CHF Schenkung Erbschaft CHF Quelle: SwissGen. Die aktuellen Transfers an die Eltern liegen deutlich darunter: Geld fliesst in der Generationenlinie hauptsächlich von Älteren an Jüngere. Zwar geben auch erwachsene Kinder ihren Eltern kleinere Geschenke. Wirklich nennenswerte Beträge sind es jedoch selten. Mindestens 1 000 Franken haben im Laufe eines Jahres nur vier Prozent gegeben, ab 5 000 Franken lediglich ein Prozent. Schenkungen sind wesentlich seltener als Erbschaften. Dies weist darauf hin, dass Eltern ihren Besitz generell nicht zu früh aus der Hand geben wol- len. Gleichzeitig sind auch bei den bisherigen Schenkungen hohe Beträge sel- ten. Fünf Prozent der Erwachsenen haben von lebenden Elternteilen bereits eine Schenkung von 50 000 Franken oder mehr erhalten. Bei einem Prozent waren es mindestens 250 000 Franken. Beinahe die Hälfte der Erwachsenen mit lebenden Elternteilen erwartet von ihnen eine Erbschaft. Die wirklich hohen Summen gehen aber wiederum auf eine relativ kleine Personengruppe zurück. Immerhin ein Fünftel rechnet noch mit mindestens 50 000 Franken, sieben Prozent mit einer viertel Million Franken oder mehr. Weiteren Auswertungen zufolge gehen eineinhalb Pro- zent von einer halben bis zu einer Million aus. Gut ein Prozent der Erwachse- nen erwartet mindestens eine Million. Personen mit mittlerweile verstorbenen Eltern erhielten deutlich seltener Transfers im letzten gemeinsamen Jahr. Insbesondere kleinere Geschenke Geld on aktuellen rans ers und r scha ten spielen dann eine deutlich geringere Rolle. Am beeindruckendsten sind aber die erhaltenen Erbschaften. Die Hälfte der Nachkommen mit verstorbe- nen Elternteilen hat von ihnen etwas geerbt. Allerdings sind auch hier die hohen Beträge auf wenige Erbinnen und Erben beschränkt. Ein Sechstel der Erwachsenen hat 50 000 Franken oder mehr erhalten, ein Zwanzigstel min- destens 250 000 Franken. Gemäss weiteren Auswertungen haben von hundert erwachsenen Kindern nur zwei mehr als eine halbe Million und eines mindes- tens eine Million Franken von einem verstorbenen Elternteil geerbt. Im Folgenden werden die erhaltenen aktuellen Transfers sowie die erwarte- ten und erhaltenen Erbschaften genauer betrachtet. Abbildung 10.2 zeigt, wie sich aktuelle Geschenke und Zahlungen auf verschiedene Personengruppen verteilen. Die linke Seite bezieht sich auf Erwachsene mit lebenden Eltern, die rechte Seite auf das letzte Jahr mit den mittlerweile Verstorbenen. Analog zur vorherigen Abbildung zeigen sich hier die generell selteneren Transfers in dieser Zeit. Wer über einen höheren Bildungsabschluss verfügt, erhält deutlich häufi- ger Geld von Mutter oder Vater. Weniger als ein Drittel der Erwachsenen mit tiefer Bildung hat im letzten Jahr etwas von den Eltern bekommen. Bei den Hochgebildeten ist es über die Hälfte. Die umfangreicheren Geschenke und Zahlungen nehmen mit der Bildung ebenfalls zu. Dies gilt sogar noch ver- stärkt im letzten Lebensjahr der Eltern. Auch Personen mit besseren Finanzen profitieren insgesamt häufiger von aktuellen Generationentransfers als solche mit monetären Engpässen. Beson- ders deutlich sind dabei die Unterschiede bei den kleineren Summen. Weni- ger als ein Fünftel der Gruppe mit den geringsten Ressourcen erhält pro Jahr bis zu 500 Franken – bei den Erwachsenen mit besonders viel Geld ist es über ein Drittel. Bei verstorbenen Eltern zeigt sich dies allerdings nicht. Gleichzeitig nimmt die Häufigkeit von Geschenken oder Zahlungen mit dem Alter deutlich ab. So erhalten fast zwei Drittel der unter 30-Jährigen aktuelle Transfers von den Eltern, aber nur ein Drittel der über 60-Jährigen. Die höheren Summen werden ebenfalls häufiger den Jüngeren als den Älteren zuteil. Bei den verstorbenen Eltern sind die Ergebnisse für die jüngsten Nach- kommen aufgrund der geringen Fallzahl mit Vorsicht zu geniessen (König et al. 2023: Tabelle 7). Die Ältesten haben jedenfalls besonders selten kleinere Geschenke bekommen. Töchter erhalten im Vergleich zu Söhnen aktuell mehr Transfers. Beson- ders deutlich wird dies, wenn man die Tochter-Mutter- mit der Sohn-Vater- Beziehung vergleicht. Dabei gehen die Unterschiede besonders auf die kleinen Beträge zurück. Bei den hohen Summen zeigen sich hingegen zwischen den Geld on aktuellen rans ers und r scha ten ildung . ktuelle rans ers 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Eltern verstorben italienisch französisch deutsch keine Migration 2. Generation 1. Generation Sohn-Vater Sohn-Mutter Tochter-Vater Tochter-Mutter 60+ 30–59 18–29 + + + o – – – hoch mittel tief Gesamt Sprachregion Migration Geschlecht Alter Finanzen Bildung 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Eltern leben 0 CHFBis 5 000 CHF5 000+ CHF Bis 1 000 CHF Bis 500 CHF Quelle: SwissGen (n: 11 032 lebende Eltern / 6 904 verstorbene Eltern). Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Geschlechtern keine markanten Unterschiede. Dies gilt generell für das letzte Lebensjahr mit den mittlerweile verstorbenen Eltern. Die erste Migrationsgeneration erhält aktuell am seltensten Geld von den Eltern. Dies gilt sowohl für kleine als auch grössere Transfers. Bei den höhe- ren Beträgen unterscheidet sich die zweite Generation nicht von Personen ohne direkte Migrationsgeschichte. Wenn man auf das letzte Lebensjahr mit mittlerweile verstorbenen Eltern blickt, ist wiederum die erste Migrations - generation im Nachteil. Gleichzeitig erhielt in dieser Zeit die zweite Genera- tion die meisten Transfers. Zwischen den Sprachregionen finden sich ebenfalls Unterschiede. Insge- samt bekommen Erwachsene in der Deutschschweiz am häufigsten Geld von ihren Eltern – allerdings sind dies eher kleinere Beträge bis zu 500 Franken über zwölf Monate. Im letzten Lebensjahr der Eltern sticht die französisch- sprachige Schweiz etwas heraus. Dies geht auf Transfers im Wert bis 5 000 Franken zurück. Abbildung 10.3 widmet sich den Erbschaften. Auf der linken Seite ist abgebildet, welche Erwachsenen von ihren lebenden Eltern später einen Nachlass erwarten. Die rechte Seite dokumentiert tatsächlich erhaltene Erb- schaften von bereits verstorbenen Eltern. Mit der Bildung steigen die Erbschaften. Weniger als ein Viertel der tiefer Gebildeten erwartet einen Nachlass – unter den am höchsten Gebildeten ist es deutlich über die Hälfte. Tatsächlich etwas geerbt hat gut ein Drittel der Personen mit tiefer Bildung – jedoch sechs von zehn Hochgebildeten. Nicht einmal ein Hundertstel der untersten Bildungsschicht hat mindestens 250 000 Franken erhalten – im Gegensatz zu einem Zehntel der höchsten Schicht. Auch abhängig vom finanziellen Hintergrund zeigen sich sehr deutli- che Differenzen. Sowohl die Häufigkeit als auch die Höhe von Erbschaften nimmt mit einer besseren monetären Situation stark zu. Wer mit seinem Geld sehr gut auskommt, erwartet für die Zukunft noch wesentlich mehr von den Eltern – und hat gegebenenfalls einen höheren Nachlass erhalten. Personen in prekärer finanzieller Lage haben deutlich weniger geerbt – und erwarten auch in Zukunft viel weniger. Beim Alter zeigen sich hingegen weniger klare Muster. Generell scheinen die Jüngeren und Älteren etwas häufiger von einer zukünftigen Erbschaft aus- zugehen. Die höchsten Summen erwarten aber vor allem die ab 60-Jährigen. Entsprechend sind auch die bisherigen Erbschaften der Ältesten besonders häufig und hoch. Nur sehr wenige unter 30-Jährige haben bereits verstorbene Eltern, so dass diese Ergebnisse aufgrund der geringen Fallzahl nicht aussage- kräftig sind. Geld on aktuellen rans ers und r scha ten ildung . r scha ten 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Eltern verstorben italienisch französisch deutsch keine Migration 2. Generation 1. Generation Sohn-Vater Sohn-Mutter Tochter-Vater Tochter-Mutter 60+ 30–59 18–29 + + + o – – – hoch mittel tief Gesamt Sprachregion Migration Geschlecht Alter Finanzen Bildung 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Eltern leben Bis 250 000 CHF250 000+ CHF Bis 50 000 CHF Bis 5 000 CHF 0 CHF Quelle: SwissGen (n: 6 914 lebende Eltern / 6 791 verstorbene Eltern). Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Söhnen fällt es insgesamt etwas leichter, von zukünftigen Nachlässen auf- grund des Todes ihrer Eltern zu berichten. Bei den tatsächlich erhaltenen Erb- schaften zeigen sich allerdings eher Unterschiede auf der Elternseite. Dabei sind die Nachlässe von Müttern insgesamt häufiger und etwas höher ausgefal- len als die von Vätern. Männer versterben tendenziell früher, so dass zunächst (auch) die Ehefrau erbt, von der dann die Nachkommen entsprechend mehr bekommen. Personen mit Migrationsgeschichte erwarten und erhalten nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten Generation weniger Nachlässe. Beson- ders wenig erbt aber die erste Migrationsgeneration. Sechs Prozent der ersten Generation haben mindestens 50 000 Franken geerbt, bei den beiden anderen Gruppen sind es mehr als drei Mal so viele. Auch bei den erwarteten Nach- lässen ist die erste Migrationsgeneration klar im Nachteil, gefolgt von der zweiten Generation. Die Unterschiede zwischen den Sprachregionen sind bei den zukünftigen Erbschaften eher gering, auch wenn in der italienischen Schweiz etwas weni- ger erwartet wird. Bei den bisherigen Nachlässen fallen die regionalen Diffe- renzen grösser aus. In der Deutschschweiz hat die Hälfte der Erwachsenen mit verstorbenen Eltern etwas von ihnen geerbt, während dies in der italienisch- sprachigen Schweiz auf zwei Fünftel zutrifft. Höhere Erbschaften waren dort ebenfalls seltener. nalysen Im Folgenden wird analysiert, ob die beschriebenen Zusammenhänge unter Berücksichtigung weiterer Merkmale bestehen bleiben  – und welche Rolle diese spielen. Dabei werden auch die oben aufgeführten Hypothesen geprüft. Abbildung 10.4 präsentiert die Ergebnisse der multivariaten Analysen. Die ersten beiden Spalten beziehen sich auf Geldtransfers in den letzten zwölf Monaten von lebenden bzw. verstorbenen Eltern. In der dritten und vier- ten Spalte sind die Analysen zu erwarteten Nachlässen von lebenden Müt- tern und Vätern sowie erhaltenen Erbschaften von bereits verstorbenen Eltern aufgeführt. Merkmale, die mit häufigeren und höheren Transfers in Verbin- dung stehen, sind mit Pluszeichen gekennzeichnet. Auf seltenere oder tiefere finanzielle Leistungen weisen dagegen Minuszeichen hin. Die entsprechenden Koeffizienten finden sich in Tabelle A10 im Anhang. Dort werden auch wei- tere Informationen zum Verfahren und den Variablen gegeben. In Bezug auf Opportunitäten wurde erwartet, dass Personen mit höherer Bildung stärker von aktuellen Transfers und Erbschaften profitieren. Die Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Befunde bestätigen diese Erwartungen deutlich. Je höher die Bildung der Nachkommen ist, umso mehr Geld erhalten sie von ihren Eltern. Dies unter- streicht wiederum die grosse Bedeutung der sozialen Herkunft: Eltern mit grösseren Ressourcen tragen nicht nur zu höheren Bildungsabschlüssen ihrer Kinder bei, sondern unterstützen sie weiterhin durch aktuelle Transfers bis hin zu höheren Nachlässen. Auch in Hinblick auf die Finanzen werden die vorherigen Annahmen und Abbildungen bestätigt. Wer sich in einer besseren finanziellen Situation befindet, profitiert stärker von Generationentransfers. Man kann nicht aus- schliessen, dass eine bessere finanzielle Situation auch auf aktuelle Zahlungen bzw. einen Nachlass der Eltern zurückzuführen ist. Allerdings sind es gerade die Bessergestellten, die zukünftige Erbschaften erwarten. Dies spricht für eine Reproduktion oder gar Verstärkung sozialer Ungleichheit durch familiale Generationensolidarität. Wenn man keine weiteren Faktoren berücksichtigt, geht eine geringere Wohnentfernung zwischen den Generationen mit mehr Geschenken oder Zahlungen von den Eltern einher. Demnach können kurze Wege auch Trans- fers anregen. Allerdings geben zusammenlebende, nicht migrierte Mütter und Väter mehr Geld an weiter entfernt lebende erwachsene Kinder. Geld- und Sachgeschenke bzw. Überweisungen können demnach auch als Alternative für häufigere persönliche Kontakte und Hilfen dienen und damit Generatio- nenbeziehungen über grössere Distanzen stabilisieren. Auf Erbschaften hat die Wohnentfernung hingegen insgesamt keinen signifikanten Einfluss. Bei Bedürfnissen wird zunächst das Alter betrachtet. Je älter die erwachse- nen Kinder sind, desto weniger Geschenke und Zahlungen erhalten sie von ihren Eltern. Dieser Befund steht im Einklang mit dem höheren Geldbedarf junger Erwachsener und unterstreicht die Hypothese der altersspezifischen Unterstützungsnormen. Bei den Erbschaften zeigt sich allerdings ein ande- res Bild. Wenn man den Gesundheitszustand der Eltern berücksichtigt, steigt mit dem Alter die Erbschaftserwartung beträchtlich. Einerseits wird mit dem Älterwerden der Tod der Eltern eher absehbar. Andererseits hatten insbeson- dere gesunde ältere Eltern auch mehr Zeit zum (vererbbaren) Vermögensauf- bau. Wird neben dem Gesundheitszustand auch die Partnerschaft der Eltern einbezogen, zeigen sich bei erhaltenen Erbschaften keine Altersunterschiede mehr. Ältere Nachkommen haben wohl häufiger und mehr geerbt als jüngere, weil mit steigendem Alter eher bereits beide Elternteile verstorben sind. Erwachsene Kinder in Ausbildung erhalten im Vergleich zu Erwerbstäti- gen deutlich häufiger aktuelle Geldtransfers von den Eltern. Hierfür dürfte schlichtweg der erhöhte Bedarf der Nachkommen verantwortlich sein. Zu- Geld on aktuellen rans ers und r scha ten dem dürften aus Sicht der Eltern gut ausgebildete Töchter und Söhne langfris- tig weniger finanzielle Zuwendungen benötigen und könnten umgekehrt im Bedarfsfall ihre Eltern besser unterstützen. Hinzu kommen rechtliche und so- ziale Normen sowie das Bedürfnis der Eltern auf Statuserhalt. Darüber hinaus erwarten Erwachsene in Ausbildung für die Zukunft häufiger Erbschaften. Eine Erklärung hierfür wäre, dass Nachkommen reicher Eltern über bessere Chancen auf höhere Bildung verfügen. Eltern mit besserer Gesundheit geben häufiger Geld an ihre erwachsenen Kinder. Man erwartet von ihnen auch eher Nachlässe und erbt tatsächlich mehr von den Eltern, wenn ihr Gesundheitszustand in ihrem letzten Lebens- jahr weniger schlecht war. All dies spricht dafür, dass Eltern mit besserer Gesundheit mehr Generationentransfers leisten können, weil sie weniger Mit- tel für ihre eigene Gesundheitsversorgung benötigen. Darüber hinaus kann Geld als Gegenleistung für erhaltene Hilfe dienen. Dies zeigt sich sowohl bei aktuellen Transfers als auch bei Erbschaften. Wer seinen Eltern hilft, kann somit eher mit Geld von ihnen rechnen, und zwar sowohl zu ihren Lebzeiten als auch danach. Allerdings gilt dies insgesamt weniger für die besonders zeitintensive und belastende Pflege, die bei vorhan- denen Mitteln häufig auch von Fachkräften ausserhalb der Familie geleistet wird (vgl. Kapitel 9). Dabei sind vorrangig Eltern in schlechteren finanziellen Verhältnissen auf pflegerische Unterstützung ihrer Nachkommen angewiesen, ohne diesen jedoch entsprechende monetäre Gegenleistungen anbieten zu können. Familienstrukturen spielen für Geldleistungen zwischen den Generatio- nen ebenfalls eine bedeutende Rolle. Töchter erhalten insbesondere von ihren Müttern häufiger Geschenke (und Zahlungen), was wiederum die engeren Generationenbindungen von Frauen in der Familie unterstreicht. Söhne sind zwar etwas häufiger dazu bereit, über Nachlässe aufgrund des Todes ihrer Eltern zu sprechen. Bei tatsächlich erhaltenen Erbschaften zeigen sich aber keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Eltern unterscheiden damit heutzutage bei Vererbungen nicht mehr zwischen Töchtern und Söhnen, aus- serdem schränken rechtliche Vorgaben etwaige Präferenzen ein. Im Gegensatz zur Darstellung im vorherigen Abschnitt wird von Müttern nicht häufiger geerbt, wenn das Alter und die Partnerschaft der Eltern einbezogen werden. Die vorherigen Unterschiede können folglich auf indirekte Nachlässe von den meist älteren Vätern zurückgeführt werden, die zunächst den Müttern zufielen. Erwachsene Kinder erhalten aktuell mehr Geld von Eltern, die weiter- hin zusammen sind. Möglicherweise erinnern sich diese Eltern eher daran, den Nachkommen etwas zukommen zu lassen – bzw. man wird daran erin- Geld on aktuellen rans ers und r scha ten ildung . ktuelle rans ers und r scha ten Aktuelle Transfers Erbschaften ltern le en ltern erstor en ltern le en ltern erstor en Opportunitäten Bildung (Ref.: tief) mittel + + + + + + + hoch + + + + + + + + + + + + Finanzen + + + + + + + + Wohnentfernung + Bedürfnisse Alter + + + Erwerbsstatus (Ref.: erwerbstätig) in Ausbildung + + + + + nicht erwerbstätig Gesundheit der Eltern + + + + + + + + + Hilfe an Eltern + + + + + + + Pflege an Eltern Familie Geschlecht (Ref.: Tochter-Mutter) Tochter-Vater Sohn-Mutter + Sohn-Vater + + Partnerschaft Eltern (Ref.: Paar) andere Partnerschaft + + alleinstehend + + + Kindheit: Elternkonflikte + Kindheit: Konflikte + Kindheit: Zuneigung + + + + + + Partnerschaft + Kind(er) + Geschwister Kontexte Migration (Ref.: keine Migration) 1. Generation 2. Generation Sprachregion (Ref.: deutsch) französisch + + + + italienisch +/–: mehr/weniger aktuelle Transfers bzw. Erbschaften. Quelle: SwissGen (vgl. Anhang, Tabelle A10). Geld on aktuellen rans ers und r scha ten nert. Besonders von Elternteilen in anderer Partnerschaft bleiben hingegen Geschenke und Zahlungen oft aus – stattdessen wendet man sich wohl der neuen Beziehung zu. Von Eltern in anderer Partnerschaft und Alleinstehen- den werden auch weniger Erbschaften erwartet. Im Falle einer neuen Partner- schaft kann man eine alternative Priorisierung der zukünftigen Erblasser ver- muten, und bei alleinstehenden Elternteilen kann weniger Besitz vorhanden sein. Wenn Mutter und Vater vor dem Tod eines Elternteils zusammenlebten, erhalten die Nachkommen (zunächst) weniger, zumal dann auch der andere Elternteil erbt. Erfahrungen in der Kindheit prägen aktuelle Transfers und Erbschaften. So erhalten Personen mit mehr früheren Konflikten zwischen ihren Eltern später von ihnen häufiger Geschenke oder Zahlungen (unter Berücksichti- gung von Zuneigung in der Kindheit). Möglicherweise geben manche Eltern später auch deshalb mehr, weil sie die damaligen Partnerkonflikte vor ihren minderjährigen Kindern bedauern und wiedergutmachen wollen. Wer früher Konflikte mit den Eltern erlebte, erwartet generell auch eine etwas höhere Erbschaftssumme. Tatsächlich zeigt sich dies dann allerdings bei den bisheri- gen Erbschaften nicht. Dafür erhalten Erwachsene, die während ihrer Kind- heit mehr Zuneigung von ihren Eltern erfahren haben, später deutlich mehr Geschenke, Zahlungen und auch Nachlässe. Frühe emotionale Nähe wirkt sich somit langfristig auf Generationentransfers aus. Wenn man das Alter berücksichtigt, hat eine Partnerschaft der Nachkom- men keinen Einfluss auf aktuelle Geldleistungen ihrer Eltern. Bei Erbschaften sind jedoch erwachsene Kinder in Partnerschaft im Vorteil. Wer Kinder in die Welt gebracht hat, erhält von den Eltern wohl aufgrund der Weiterführung der Familie und den zusätzlichen Ausgaben etwas mehr Geld. Wie erwar- tet reduzieren Geschwister für das einzelne erwachsene Kind die finanziellen Zuwendungen von den Eltern, und zwar erheblich. Zusätzliche Auswertun- gen ergeben, dass sich der Konkurrenzeffekt insbesondere ab drei oder mehr Geschwistern bemerkbar macht. Demnach können sich höhere Ausgaben kinderreicher Familien über einen langen Zeitraum negativ auf die Vermö- genssituation der Eltern und ihre Nachlässe auswirken. Bei gesellschaftlichen Kontexten werden Migration und Region genauer betrachtet. Auch unter Berücksichtigung der Bildung und Finanzsituation erhält die erste Migrationsgeneration weniger aktuelle Transfers von den Eltern. Besonders auffällig sind allerdings die Erbschaften. Die erste Genera- tion erwartet und erhält besonders wenige Nachlässe, aber auch deren Kin- der sind gegenüber Personen ohne direkte Migrationsgeschichte im Nachteil. Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Dabei dürften der Aufbau und die Weitergabe von Vermögen über mehrere Generationen eine entscheidende Rolle spielen. Der Unterschied zwischen der deutschen und italienischen Schweiz ist unter Berücksichtigung der Finanzsituation des Haushalts nur mehr schwach signifikant. Dies spricht für die Bedeutung regionaler Wohlstandsunter- schiede. Generell sticht im Vergleich besonders die französische Schweiz he- raus: Hier erhalten die erwachsenen Kinder aktuell etwas mehr Geld von ihren Eltern und erwarten auch eher einen Nachlass, sobald ihre finanzielle Lage einbezogen wird. Diese Befunde passen zu den höheren Belastungen der Nachkommen in der französischen Schweiz (Kapitel 4), die damit wohl mit mehr Geldtransfers entschädigt werden. Besonders gilt dies bei Zuwendun- gen von mittlerweile verstorbenen Eltern in ihrem letzten Lebensjahr. Wenn man die finanzielle Situation berücksichtigt, zeigen sich in Bezug auf bisherige Erbschaften zwischen den drei Regionen allerdings keine signifikanten Unter- schiede mehr. Jedenfalls erben gerade die ohnehin Bessergestellten mehr, wobei dies ihre monetäre Situation weiter verbessern kann. Dabei kommen gerade in der Deutschschweiz besonders viele Haushalte finanziell sehr gut zurecht (König et al. 2023: Tabelle P9). Zusammen assung Geld ist ein wichtiger Bestandteil von Generationenbeziehungen. Es verbin- det Familienangehörige, fliesst in unterschiedlicher Form und zu verschiede- nen Zeitpunkten im Leben: Die Bandbreite reicht von kleineren Geld- oder Sachgeschenken über regelmässige Zahlungen zur Deckung der Lebenshal- tungskosten und grössere Schenkungen bis hin zu Erbschaften am Lebens- ende von Mutter und Vater. Beinahe die Hälfte der Erwachsenen mit lebenden Eltern hat im letzten Jahr Geldgeschenke, Sachgeschenke oder Zahlungen von ihnen erhalten. Fast derselbe Anteil hat etwas an sie gegeben. Dies sind beeindruckende Quoten, die bei einem längeren Zeitraum noch höher ausgefallen wären. Zwar sum- mieren sich die meisten dieser aktuellen Transfers über das Jahr gerechnet auf maximal 500 Franken pro Elternteil. Doch auch kleinere Präsente sind relevant und können eine grosse emotionale Bedeutung haben. Geschenke unterstreichen und stärken den Zusammenhalt von Generationen, und über einen längeren Zeitraum addieren sich die Beträge. Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Im Vergleich mit Erbschaften sind Schenkungen deutlich seltener und fal- len auch geringer aus. Eltern wollen ihren Besitz nicht zu früh aus der Hand geben. Besonders bedeutsam sind damit die Nachlässe. Fast die Hälfte der Erwachsenen mit lebenden Eltern geht davon aus, in Zukunft etwas von ihnen zu erben. In der Tat hat die Hälfte der Nachkommen mit verstorbenen Eltern- teilen von ihnen eine Erbschaft erhalten. Die höchsten Beträge sind allerdings auf eine kleine Personengruppe beschränkt: Nur fünf Prozent berichten von mindestens einer viertel Million Franken. Wer erhält am meisten? Die Analysen belegen die Bedeutung von Oppor- tunitäten, Bedürfnissen, Familienstrukturen und Kontexten. Sie zeigen deut- lich, dass insbesondere solche Nachkommen von finanziellen Leistungen ihrer Eltern profitieren, die sich bereits in einer privilegierten Lage befinden. Am meisten bekommen diejenigen, denen es ohnehin am besten geht: Personen mit höherer Bildung und besseren Finanzen. Sie erhalten deutlich mehr aktu- elle Transfers und vor allem auch höhere Erbschaften. Dies gilt für bisherige Nachlässe genauso wie für zukünftige Übertragungen. Generationentransfers zu Lebzeiten der Eltern und insbesondere danach können damit zu einer Ver- stärkung sozialer Ungleichheit führen. Aktuelle Unterstützungen werden besonders jungen Erwachsenen zuteil. Dabei wird einem grösseren aktuellen Geldbedarf entsprochen, es mögen aber auch soziale Normen wirken. Zudem greifen Eltern ihren Nachkom- men besonders während der Ausbildung finanziell unter die Arme und tätigen damit auch Investitionen ins Familienprestige. Zwar verringert diese Unter- stützung durchaus aktuelle monetäre Unterschiede zwischen jungen Erwach- senen in Ausbildung und solchen, die bereits selbst Geld verdienen. Allerdings dürfte sich durch solche Bildungsinvestitionen langfristig die Ungleichheit wieder erhöhen. Darüber hinaus wirkt die Gesundheit der Eltern: Bei gesund- heitlichen Problemen sinken die finanziellen Leistungen an die erwachsenen Kinder. In diesem Fall dürften auch aufgrund des gesundheitlichen Bedarfs weniger Mittel für die Nachkommen zur Verfügung stehen. Zeitliche Hilfe der erwachsenen Kinder wird jedoch durchaus mit aktuellen Transfers vergol- ten, und es steigen damit auch die erwarteten und tatsächlichen Erbschaften. Familienstrukturen sind ebenfalls bedeutsam. Engere Bindungen zwischen Töchtern und Müttern finden auch ihren Ausdruck in häufigeren kleineren Geschenken. Dagegen sprechen eher Söhne von zukünftig erwarteten Nach- lässen aufgrund des Todes der Eltern. Bei den tatsächlichen Vererbungen wird allerdings nicht mehr zwischen Töchtern und Söhnen unterschieden. Wenn Mutter und Vater weiterhin zusammen sind, geben sie aktuell mehr an ihre Nachkommen. Gleichzeitig wirken frühe Generationenbindungen auf die Geld on aktuellen rans ers und r scha ten Geldleistungen im Erwachsenenalter. So geht in Kindheit und Jugend gezeigte emotionale Zuneigung später auch mit mehr finanziellen Zuwendungen der Eltern einher. Sehr bedeutsam sind zudem (viele) Geschwister. Diese können in Konkurrenz um knappe finanzielle Mittel der Eltern stehen – und zwar sowohl in Hinblick auf aktuelle Transfers als auch bei Nachlässen. Darüber hinaus wirken weitere Kontexte. Wie erwartet hat vor allem die erste Migrationsgeneration wesentlich geringere Erbschaftschancen, und auch die zweite Generation erbt weniger als Nachkommen ohne direkte Migra- tionsgeschichte. Vermögen wird oft über mehrere Generationen aufgebaut und weitergegeben. Dabei haben Eltern von Migrantinnen und Migranten wesentlich seltener etwas zu vererben. Zudem erhalten Erwachsene in der französischen Schweiz aktuell häufiger Geld von ihren Eltern. Hiermit wer- den wohl auch die in Kapitel 4 angesprochenen Belastungen gewürdigt. In der Deutschschweiz wurde allerdings generell noch mehr geerbt, was mit einer besseren finanziellen Situation der Haushalte einhergeht. nhang Der Anhang liefert zentrale Informationen zu Fällen, Variablen und Koeffi- zienten. Tabelle A1 dokumentiert die allgemeinen Fallzahlen der Studie. In der ersten Spalte werden die Befragungspersonen aufgeführt, danach folgen die Beziehungen zu den Eltern. Da die Studie erwachsene Generationen in der Schweiz in den Blick nimmt, wurden die Fälle ausgeklammert, bei denen Eltern vor dem 18. Geburtstag der Befragungsperson verstarben bzw. bevor sie in die Schweiz zog. Tabelle A2 bietet daraufhin Informationen zu den abhängigen und unab- hängigen Variablen. Es wird berichtet, wie die Variablen operationalisiert wurden. Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die unabhängigen Vari- ablen auf die Befragungsperson. Schliesslich werden in den Tabellen A3 bis A10 die Koeffizienten der mul- tivariaten Analysen präsentiert. Bei den 16 multivariaten Analysen des Buches handelt es sich um 15 geordnete Probit-Modelle und ein Logit-Modell (Kore- sidenz in Kapitel 8). Die Koeffizienten sind in den jeweiligen Kapiteln 3 bis 11 in Form von Plus- und Minuszeichen zusammengefasst. Dabei werden die auf dem 5%-Niveau signifikanten Koeffizienten berücksichtigt. Für ein, zwei oder drei Plus- bzw. Minuszeichen werden für positive bzw. negative Koeffi- zienten der geordneten Probit-Modelle folgende Grenzen gezogen: 0.15/0.3 bzw. –0.15/–0.3. Für das Logit-Modell gelten diese Grenzen: 0.4/0.8 bzw. –0.4/–0.8. Bei (quasi-)metrischen Variablen wird jeweils der halbe Range zugrunde gelegt. Die multivariaten Analysen sind ungewichtet, die Auswer- tungen mit den Prozentanteilen gewichtet. Allgemeine Hinweise zur Studie finden sich zudem in der Einleitung des vorliegenden Buches. Ausführliche Informationen zur Erhebung, den Frage- bogen sowie Grundauswertungen aller SwissGen-Fragen bietet der Daten- band „Relations with Parents: Questions and Results“ (König et al. 2023). nhang a elle lle Personen Eltern Leben Verstorben Bildung tief 917 1 408 601 807 mittel 4 768 8 328 4 886 3 442 hoch 4 776 8 689 5 869 2 820 Finanzen – – 208 339 219 120 – 502 855 577 278 o 2 869 5 027 3 191 1 836 + 3 647 6 559 4 312 2 247 + + 3 059 5 486 3 042 2 444 Alter 18–29 1 650 3 141 3 107 34 30–59 5 533 10 071 7 737 2 334 60+ 3 329 5 337 555 4 782 Geschlecht Frau 5 513 / / / Mann 4 729 / / / Tochter-Mutter / 5 074 3 445 1 629 Tochter-Vater / 4 654 2 680 1 974 Sohn-Mutter / 4 326 2 813 1 513 Sohn-Vater / 4 025 2 203 1 822 Migration 1. Generation 2 253 3 599 2 486 1 113 2. Generation 1 522 2 848 2 050 798 keine Migration 6 307 11 682 6 634 5 048 Sprachregion deutsch 7 932 13 967 8 566 5 401 französisch 2 132 3 727 2 347 1 380 italienisch 559 933 564 369 Gesamt 10 623 18 627 11 477 7 150 Quelle: SwissGen. nhang a elle aria len Abhängige Variablen Typen Zusammenhalt: Eng & kaum Konflikte. Ambivalenz: Eng & Konflikte. Konflikt: Nicht eng & Konflikte. Distanz: Nicht eng & kaum Konflikte. – Zeit: Aktuell bzw. im letzten Jahr vor dem Tod der Eltern. Ambivalenz, Stress, Streit, Distanz 1: Nie. 2: Selten. 3: Manchmal. 4: Häufig. 5: Immer. – Zeit: Aktu- ell bzw. im letzten Jahr vor dem Tod der Eltern. Enge 1: Überhaupt nicht eng. 2: Nicht sehr eng. 3: Mittel. 4: Eng. 5: Sehr eng. – Zeit: Aktuell bzw. im letzten Jahr vor dem Tod der Eltern. Kontakt 1: Nie. 2: Weniger als einmal pro Monat. 3: Ungefähr einmal alle zwei Wochen/ungefähr einmal pro Monat. 4: Ungefähr einmal pro Woche/mehrmals in der Woche. 5: Täglich. – Zeit: Letztes Jahr bzw. im letzten Jahr vor dem Tod der Eltern. Koresidenz 1: Ja. 0: Nein. – Zeit: Aktuell bzw. zuletzt vor dem Tod der Eltern. Entfernung 1: Bis 5 Kilometer. 2: 5 bis unter 25 Kilometer. 3: 25 bis unter 100 Kilometer. 4: 100 bis unter 500 Kilometer. 5: 500 Kilometer oder mehr. – Zeit: Aktuell bzw. zuletzt vor dem Tod der Eltern. Hilfe/Pflege 1: Nie geholfen/gepflegt. 2: Seltener. 3: Monatlich. 4: Wöchent- lich. 5: Täglich. – Zeit: Letztes Jahr bzw. im letzten Jahr vor dem Tod der Eltern. Aktuelle Transfers 1: Keine Geschenke/Zahlungen erhalten. 2: Bis 500 CHF. 3: Bis 1 000 CHF. 4: Bis 5 000 CHF. 5: 5 000 CHF und mehr. – Zeit: Letztes Jahr bzw. im letzten Jahr vor dem Tod der Eltern. Erbschaften 1: Keine Erbschaft erwartet/erhalten. 2: Bis 5 000 CHF. 3: Bis 50 000 CHF. 4: Bis 250 000 CHF. 5: 250 000 CHF und mehr. – Zeit: Nach dem Tod der Eltern. Unabhängige Variablen Bildung Höchster Bildungsabschluss gemäss International Standard Classification of Education (ISCED) 2011. Tief (Referenz): Bis Sekundar stufe I (ISCED 0–2). Mittel: Bis Sekundarstufe II oder postsekundärem, nicht tertiärem Bereich (ISCED 3–4). Hoch: Tertiärstufe (ISCED 5–8). Finanzen Von 0: „Sehr schlecht“ bis 10: „Sehr gut“. In Abbildungen „– –“: 0–1. „–“: 2–3. „o“: 4–6. „+“: 7–8. „+ +“: 9–10. Wohnentfernung 1: Mit Eltern im selben Haushalt. 2: Im selben Gebäude. 3: Weniger als 1 Kilometer. 4: 1 bis unter 5 Kilometer. 5: 5 bis unter 25 Kilometer. 6: 25 bis unter 100 Kilometer. 7: 100 bis unter 500 Kilometer. 8: 500 Kilometer oder mehr. Fortsetzung der Tabelle auf der folgenden Seite. nhang Alter In Jahren Erwerbsstatus Erwerbstätig (inkl. Selbstständige; Referenz). Ausbildung (z. B. Lehre, Studium). Nichterwerbstätig: Arbeitslos (RAV), nicht erwerbstätig (z. B. Hausfrau/-mann), Rentner/in (AHV/IV). Gesundheit der Eltern Von 0: „Sehr schlecht“ bis 10: „Sehr gut“. Geld von Eltern 1: Geldgeschenke, Sachgeschenke oder Zahlungen von Eltern im letzten Jahr erhalten. 0: Kein Geldtransfer. Hilfe an Eltern 1: Nie Hilfe im Haushalt, beim Einkaufen, bei bürokratischen Angelegenheiten, o. ä. an Eltern im letzten Jahr. 2: Seltener. 3: Monatlich. 4: Wöchentlich. 5: Täglich. Pflege an Eltern 1: Nie Pflege (z. B. Körperpflege, Hilfe beim Aufstehen und Anziehen) an Eltern im letzten Jahr. 2: Seltener. 3: Monatlich. 4: Wöchentlich. 5: Täglich. Geschlecht Tochter-Mutter (Referenz). Tochter-Vater. Sohn-Mutter. Sohn- Vater. Partnerschaft Eltern Paar (Referenz): Miteinander verheiratet oder in nichtehelicher Partnerschaft. Andere Partnerschaft: Elternteil in Partnerschaft mit anderer Person. Alleinstehend: Keine Partnerschaft. Kindheit: Eltern- konflikte 1: Nie Konflikte zwischen Eltern bis zum 16. Lebensjahr der Befragten. 2: Selten. 3: Manchmal. 4: Häufig. 5: Immer. Kindheit: Konflikte 1: Nie Konflikte zwischen Befragten und Eltern bis zum 16. Lebensjahr der Befragten. 2: Selten. 3: Manchmal. 4: Häufig. 5: Immer. Kindheit: Zuneigung 1: Nie gezeigte Zuneigung der Eltern gegenüber Befragten bis zum 16. Lebensjahr der Befragten. 2: Selten. 3: Manchmal. 4: Häufig. 5: Immer. Partnerschaft 1: Verheiratet, eingetragene Partnerschaft, nichteheliche Part- nerschaft. 0: Keine Partnerschaft. Kind(er) 1: Mindestens ein leibliches Kind. 0: Keine leiblichen Kinder. Geschwister Anzahl lebender leiblicher Geschwister von 0 bis 10 (die weni- gen Fälle mit mehr als zehn Geschwister sind auf „10“ gesetzt). Migration Keine Migration (Referenz): Befragte und beide Elternteile sind in der Schweiz geboren. 1. Generation: Befragungsperson ist im Ausland geboren. 2. Generation: Mindestens ein Elternteil ist im Ausland geboren. Sprachregion Deutsch (Referenz): Deutsche Schweiz. Französisch: Französi- sche Schweiz. Italienisch: Italienische Schweiz. Fortsetzung der Tabelle A2. 270 Anhang Tabelle A10: Geld Aktuelle Transfers Erbschaften Eltern leben Eltern verstorben Eltern leben Eltern verstorben Opportunitäten Bildung (Ref.: tief) mittel 0.27*** 0.34*** 0.14 0.20*** hoch 0.42*** 0.50*** 0.44*** 0.46*** Finanzen 0.02*** 0.03** 0.10*** 0.10*** Wohnentfernung 0.02* 0.00 –0.01 0.02 Bedürfnisse Alter –0.01*** –0.01** 0.01*** 0.00 Erwerbsstatus (Ref.: erwerbstätig) in Ausbildung 0.46*** 0.26 0.19*** 0.11 nicht erwerbstätig 0.06 –0.10* –0.06 0.00 Gesundheit der Eltern 0.06*** 0.05*** 0.08*** 0.03*** Hilfe an Eltern 0.11*** 0.11*** 0.09*** 0.07*** Pflege an Eltern –0.02 –0.03 –0.01 0.01 Familie Geschlecht (Ref.: Tochter-Mutter) Tochter-Vater –0.07* 0.02 –0.03 –0.07 Sohn-Mutter –0.16*** –0.18** 0.12** –0.05 Sohn-Vater –0.19*** –0.08 0.19*** –0.07 Partnerschaft Eltern (Ref.: Paar) andere Partnerschaft –0.10** –0.18* –0.21*** 0.23*** alleinstehend –0.14*** 0.05 –0.13*** 0.40*** Kindheit: Elternkonflikte 0.04** –0.03 –0.01 –0.01 Kindheit: Konflikte 0.02 0.04 0.05** 0.01 Kindheit: Zuneigung 0.08*** 0.09*** 0.05*** 0.03* Partnerschaft –0.02 –0.02 –0.03 0.08* Kind(er) 0.07* –0.02 0.03 –0.04 Geschwister –0.08*** –0.02* –0.12*** –0.06*** Kontexte Migration (Ref.: keine Migration) 1. Generation –0.14*** –0.01 –0.15*** –0.48*** 2. Generation 0.03 –0.03 –0.12** –0.15** Sprachregion (Ref.: deutsch) französisch 0.07* 0.21*** 0.09* 0.00 italienisch –0.11 0.14 0.04 0.08 Signifikanz: * p ≤ 0.05, ** p ≤ 0.01, *** p ≤ 0.001. Quelle: SwissGen. Geordnete Probit-Modelle, ungewichtet (n: 9 660, 5 617, 6 050, 5 5 1). iteratur Aassve, Arnstein, Francesco C. Billari, Stefano Mazzuco, & Fausta Ongaro. 2002. Leaving Home: A Comparative Longitudinal Analysis of ECHP Data. Journal of European Social Policy 12(4): 259–276. Agllias, Kylie. 2016. Disconnection and Decision-Making: Adult Children Explain Their Reasons for Estranging from Parents. Australian Social Work 69(1): 92–104. Agllias, Kylie. 2018. Missing Family: The Adult Child’s Experience of Parental Estrangement. Journal of Social Work Practice 32(1): 59–72. Albert, Isabelle & Dieter Ferring (Hrsg.). 2013. Intergenerational Relations – European Perspectives on Family and Society. Bristol, Chicago: Policy Press. 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