Bestandsaufnahme zu den Auswirkungen neuer Arbeitsformen auf die Gesundheit – Literaturrecherche mit dem Schwerpunkt «Neue Zusammenarbeitsformen» (Teilprojekt 3). Schlussbericht zuhanden des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz (GFCH)
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Autor:in (Körperschaft)
Publikationsdatum
20.12.2025
Typ der Arbeit
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Typ
05 - Forschungs- oder Arbeitsbericht
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Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW
Verlagsort / Veranstaltungsort
Olten
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Zusammenfassung
Der Bericht analysiert auf Basis einer systematischen Literaturrecherche die Verbreitung neuer Zusammenarbeitsformen in der Schweiz, ihre Zusammenhänge mit psychischer Gesundheit sowie damit zusammenhängende Chancen und Risiken.
Neue Zusammenarbeitsformen zeichnen sich durch drei Kernmerkmale aus:
(1) Veränderte Organisationsstrukturen, die mehr Beteiligung, Mitgestaltung und demokratische Mitwirkung ermöglichen. Sie gehen mit dem Abbau traditioneller Hierarchieebenen einher.
(2) Veränderte Führungsstrukturen und -stile, die die Selbstorganisation von Teams fördern. Führungsaufgaben werden auch von Mitarbeitenden übernommen, die keine hierarchisch legitimierte Führungsfunktion innehaben.
(3) Neue Praktiken der Teamarbeit, in denen sich Teammitglieder selbst organisieren und aktiv an Entscheidungen mitwirken.
Verbreitung neuer Zusammenarbeitsformen: Kanban ist die am weitesten verbreitete Form und wird von jeder zehnten erwerbstätigen Person in der Schweiz genutzt. Scrum folgt mit 8%, SAFe mit 4% und Scrum of Scrums 2%. Holacracy - als besonders weitreichende Form neuer Zusammenarbeit in Organisationen - betrifft etwa 2% der Erwerbsbevölkerung. Gemäss Soltermann und Weichbrodt (2025) setzen insgesamt rund 30% der Schweizer Erwerbsbevölkerung mindestens eine Form neuer Zusammenarbeit um. Das ist ein beachtlicher Anteil und ein langsamer Anstieg ist erwartbar. Dennoch bleibt festzuhalten, dass neue Zusammenarbeitsformen bislang von einer Minderheit im Arbeitsalltag tatsächlich gelebt werden.
Zusammenhänge zwischen neuen Zusammenarbeitsformen und psychischer Gesundheit: Empirische Untersuchungen deuten darauf hin, dass neue Zusammenarbeitsformen mehr Chancen als Risiken für die psychische Gesundheit bieten. Besonders agile Methoden entfalten stärkere gesundheitsförderliche Wirkungen, je häufiger und konsequenter sie angewendet werden. Selbst innerhalb traditioneller Hierarchien zeigen Studien überwiegend positive Zusammenhänge zwischen der Umsetzung neuer Kooperationsformen und der Gesundheit der Mitarbeitenden.
Agile Methoden werden mit weniger Stress und Erschöpfung sowie mit mehr Wohlbefinden, Engagement, erlebter Sinnhaftigkeit, beruflicher Selbstwirksamkeit, sozialer Unterstützung, Teamkohäsion, Autonomie, höherer Teamleistung, Innovationsverhalten und Empowerment in Verbindung gebracht. Allerdings zeigen die Studien auch: Wenn neue Zusammenarbeitsformen nicht nachhaltig eingeführt und begleitet werden, können Risiken entstehen – etwa durch Arbeitsintensivierung, Zuwachs an Aufgaben, kontinuierlichen Arbeitsdruck, dauerhafte Erreichbarkeit, Ressourcenmangel oder Rollenkonflikte.
Schlagwörter
neue Zusammenarbeitsformen, mentale Gesundheit
Fachgebiet (DDC)
Veranstaltung
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Datum der letzten Prüfung
ISBN
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Sprache
Deutsch
Während FHNW Zugehörigkeit erstellt
Ja
Zukunftsfelder FHNW
Future Health
New Work
New Work
Publikationsstatus
Preprint
Begutachtung
Fachlektorat/Editorial Review
Open Access-Status
Lizenz
Zitation
Krause, A., Kaufmann, M., Tanushaj, M., Brogli, L., & Baumgartner, M. (2025). Bestandsaufnahme zu den Auswirkungen neuer Arbeitsformen auf die Gesundheit – Literaturrecherche mit dem Schwerpunkt «Neue Zusammenarbeitsformen» (Teilprojekt 3). Schlussbericht zuhanden des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz (GFCH). Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW. https://irf.fhnw.ch/handle/11654/54601
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