Chancen und Risiken neuer Formen der Zusammenarbeit für die psychische Gesundheit: Ein Scoping Review
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Autor:in (Körperschaft)
Publikationsdatum
2026
Typ der Arbeit
Studiengang
Typ
01A - Beitrag in wissenschaftlicher Zeitschrift
Herausgeber:innen
Herausgeber:in (Körperschaft)
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Übergeordnetes Werk
Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO)
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Verlag / Herausgebende Institution
Springer
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Zusammenfassung
Dieser Beitrag in der Zeitschrift Gruppe.Interaktion.Organisation (GIO) präsentiert die Ergebnisse eines Scoping Reviews zur Frage, welche gesundheitsrelevanten Chancen und Risiken neue Formen der Zusammenarbeit für Mitarbeitende bergen. Neue Zusammenarbeitsformen bezeichnen strukturell und kulturell veränderte Formen der Kooperation in Organisationen, die kollektive Selbstorganisation stärken und klassische Hierarchien infrage stellen. Insgesamt wurden 47 empirische Studien aus dem Zeitraum 2010–2024 analysiert und die Befunde theoretisch im Rahmen des Job Demands-Resources (JD-R) Modells eingeordnet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass neue Formen der Zusammenarbeit mit einer stärkeren Ausprägung arbeitsbezogener Ressourcen (z. B. Autonomie, soziale Unterstützung, Vertrauen) sowie positiver Beanspruchungen (z. B. Zufriedenheit, Engagement, Wohlbefinden) einhergehen. Hinsichtlich des gesundheitskritischen Pfads im JD-R-Modell fallen die Ergebnisse weniger eindeutig aus: Zwar überwiegen auch hier empirisch Hinweise auf Vorteile (z. B. geringeres Stresserleben), insbesondere qualitative Studien weisen jedoch auch auf Risiken wie Überforderung hin. Moderierende Faktoren beeinflussen die Stärke dieser Effekte, sind bislang jedoch nur begrenzt untersucht.
Insgesamt deuten die Studienergebnisse darauf hin, dass die gesundheitlichen Wirkungen neuer Zusammenarbeitsformen massgeblich von ihrer konkreten Gestaltung und Einbettung in den organisationalen Kontext abhängen. Eine konsequente Umsetzung, etwa durch die Integration mehrerer agiler Praktiken statt der Einführung einzelner Massnahmen, scheint besonders vorteilhaft. Die Mehrheit der untersuchten Studien fokussierte auf die Ebenen Führung und Gruppe, weniger auf die Gesamtorganisation. Auffällig ist zudem, dass neue Zusammenarbeitsformen meist innerhalb einer weiterhin bestehenden formalen Hierarchie untersucht wurden. Für Praxis und Forschung empfehlen wir, verstärkt Längsschnitt- und Interventionsstudien durchzuführen, um die Wirkungsmuster und Gestaltungsbedingungen neuer Zusammenarbeitsformen differenzierter zu erfassen.
Schlagwörter
Scoping Review, psychische Gesundheit, New Work
Fachgebiet (DDC)
Veranstaltung
Startdatum der Ausstellung
Enddatum der Ausstellung
Startdatum der Konferenz
Enddatum der Konferenz
Datum der letzten Prüfung
ISBN
ISSN
2366-6145
2366-6218
2366-6218
Sprache
Deutsch
Während FHNW Zugehörigkeit erstellt
Ja
Zukunftsfelder FHNW
Future Health
New Work
New Work
Publikationsstatus
Pre-Print im Druck
Begutachtung
Peer-Review der ganzen Publikation
Open Access-Status
Lizenz
Zitation
Krause, A., Kaufmann, M., Tanushaj, M., Brogli, L., & Baumgartner, M. (2026). Chancen und Risiken neuer Formen der Zusammenarbeit für die psychische Gesundheit: Ein Scoping Review. Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO). https://irf.fhnw.ch/handle/11654/55100