Invisible Youth Integration – Vergleichende Studie zu unsichtbaren Bewältigungsformen von Jugendlichen in gespaltenen Städten

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DOI der Originalpublikation
Projekttyp
angewandte Forschung
Projektbeginn
1999
Projektende
2001
Projektstatus
abgeschlossen
Projektkontakt
Projektmanager:in
Beteiligte
Beschreibung
Zusammenfassung
Das Projekt „Invisible Youth Integration“ (I.Y.I.) ist ein europäisches Pilotprojekt der Initiative Leonardo da Vinci (E/99/1/061292/PI/I.1.1.e/FPI), das sich der Erforschung und Integration eines besonders marginalisierten Teils der Jugend widmet, der als „unsichtbare Jugend“ bezeichnet wird. Das Projekt wird auf europäischer Ebene im Rahmen eines Städtevergleichs in Madrid (Carabanchel Alto), Perpignan (mit dem Konzept der jeunesse invisible) und Palermo (Arcidonna, mit dem Konzept der gioventù invisibile) durchgeführt. Christian Reutlinger, damals tägig an der TU Dresden (Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissen­schaften), führte die wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch. Ein signifikanter Anteil dieser Jugendlichen bricht die Ausbildung frühzeitig ab, oft sogar vor Abschluss der E.S.O. (Pflichtschule), um schnellstmöglich arbeiten zu können. Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktlage führt dieser Mangel an grundlegender Ausbildung jedoch paradoxerweise zu erheblichen Schwierigkeiten beim Zugang zu angemessener Beschäftigung. Die Folge ist eine Entfremdung von formaler Bildung sowie eine hohe Wahrscheinlichkeit von Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung. Dadurch wird diese Gruppe von sozialen Integrationsprozessen ausgeschlossen. Diese „unsichtbare“ Jugend verbringt die meiste Zeit mit Gleichaltrigen (grupo de iguales) und besetzt ein festes Territorium auf der Straße. Das Projekt gliedert sich in zwei Hauptbereiche: Forschung (Hauptbereich A): Ziel ist die Lokalisierung und Untersuchung dieser unsichtbaren Jugendlichen, um darauf aufbauend einen Integrationsprozess zu entwickeln. Aufgrund früherer Erkenntnisse muss jegliche Integrationsstrategie zwingend die starke Rolle der Gleichaltrigengruppe und des Territoriums berücksichtigen. Sensibilisierung (Hauptbereich B): Hier steht die Einbindung der gesamten Gemeinschaft im Mittelpunkt, um kollektive Lösungen für jugendspezifische Probleme wie den Schulabbruch zu finden. Dies erfordert die Vernetzung von Fachleuten aus dem Bildungswesen, Eltern und anderen Organisationen, um gemeinsame Begegnungsräume für Debatten und die Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen zu schaffen. Als Forschungsmethodik wird die Partizipative Aktionsforschung (IAP) angewandt. Zu den Instrumenten gehörten die „Audición“ (offene, freie Dialoge mit Jugendlichen und Erwachsenen ) und die „Autoanálisis“ (Selbstanalyse), bei der eine Kerngruppe Jugendlicher, das Foro Juvenil, selbst eine Situationsdiagnose durchführte und Vorschläge für Interventionen erarbeitete. Nach der Forschungsphase ist die Entwicklung einer konkreten, gemeindebasierten Street-Education-Methodik (educación de calle) geplant.
Link
Während FHNW Zugehörigkeit erstellt
Nein
Zukunftsfelder FHNW
Hochschule
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Institut
Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung
Finanziert durch
EU-Initiative Leonardo da Vinci
Projektpartner
Auftraggeberschaft
SAP Referenz
Schlagwörter