Karriere ohne Hierarchie: Eine qualitative Analyse subjektiver Karrierepfade in einer selbstorganisierten Digitalagentur

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Autor:in (Körperschaft)
Publikationsdatum
12.01.2026
Typ der Arbeit
Master
Studiengang
Master of Science in Angewandter Psychologie FHNW
Typ
11 - Studentische Arbeit
Herausgeber:innen
Herausgeber:in (Körperschaft)
Betreuer:in
Übergeordnetes Werk
Themenheft
DOI der Originalpublikation
Link
Zugehörige Forschungsdaten
Reihe / Serie
Reihennummer
Jahrgang / Band
Ausgabe / Nummer
Seiten / Dauer
Patentnummer
Verlag / Herausgebende Institution
Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW
Verlagsort / Veranstaltungsort
Olten
Auflage
Version
Programmiersprache
Abtretungsempfänger:in
Praxispartner:in/Auftraggeber:in
Liip AG, Benoît Pointet
Zusammenfassung
Diese Masterarbeit widmet sich der Forschungslücke zum Thema Karriere in selbstorganisierten Unternehmen am Beispiel der Digitalagentur Liip AG, die seit 2016 nach dem Holacracy-Modell arbeitet. Der Wegfall klassischer Hierarchien verändert die Grundlage traditioneller Karriereplanung und wirft die Frage auf, wie Mitarbeitende ihre berufliche Entwicklung in solchen Strukturen definieren und gestalten. Während bisherige Forschung vor allem Transformationsprozesse beleuchtet, fehlt eine differenzierte Betrachtung individueller Karrieren in selbstorganisierten Kontexten. Ziel der Arbeit ist es, die subjektiven Bedeutungen von Karriere, genutzte Strategien sowie wahrgenommene Chancen und Herausforderungen zu analysieren. Die Grundlage bilden eine Literaturrecherche, Dokumentenanalyse, zwei Expert*inneninterviews und eine empirische Untersuchung, die mittels qualitativer Interviews mit 12 Mitarbeitenden der Liip AG im Mai/Juni 2025 durchgeführt wurde. Karriere erweist sich als vielschichtiges Konzept, welches sich zunehmend an persönlicher Entwicklung, Sinnstiftung und Selbstverwirklichung orientiert. Gleichzeitig bleiben objektive Faktoren wie Lohn zentral für die Anerkennung. Selbstorganisation verspricht Autonomie und Flexibilität, doch das Bedürfnis nach Orientierung, Klarheit und Begleitung bleibt bestehen. Es braucht transparente Rahmenbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Förderung von Selbstmanagementkompetenzen. Bestehende Karrieretheorien, wie die Boundaryless Career Theory, Protean Career Theory und Happenstance Learning Theory greifen zu kurz. Erforderlich sind neue theoretische Perspektiven, die soziale Wechselwirkungen, organisationale Rahmenbedingungen und kollektive Sinnbezüge integrieren.
Schlagwörter
Karriere, Holacracy, Selbstorganisation, Selbstmanagement, Selbstführung, Digitalagentur, Boundaryless Career Theory, Protean Career Theory, Happenstance Learning Theory
Fachgebiet (DDC)
Projekt
Veranstaltung
Startdatum der Ausstellung
Enddatum der Ausstellung
Startdatum der Konferenz
Enddatum der Konferenz
Datum der letzten Prüfung
ISBN
ISSN
Sprache
Deutsch
Während FHNW Zugehörigkeit erstellt
Ja
Zukunftsfelder FHNW
Publikationsstatus
Begutachtung
Open Access-Status
Lizenz
'http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/'
Zitation
Lindenmann, J. (2026). Karriere ohne Hierarchie: Eine qualitative Analyse subjektiver Karrierepfade in einer selbstorganisierten Digitalagentur [Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW]. https://doi.org/10.26041/fhnw-16633