Transfer von evidenzbasierten Konzepten zur Sprachbildung in die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen zur Erhöhung der Chancengerechtigkeit. Einblicke in das Projekt TREKS-CH am Beispiel der Leseförderung

dc.contributor.authorSchmitz, Anke
dc.contributor.authorMohler, Laura
dc.date.accessioned2026-03-16T14:29:47Z
dc.date.issued2026
dc.description.abstractSchulleistungsstudien zeigen, dass knapp ein Viertel der Schüler:innen in neunten Klassen unzureichende Leseleistungen erzielen (Erzinger et al., 2023; Lewalter et al., 2023). Zugleich hat sich der Anteil an schwachen Leser:innen trotz Bemühungen, die Chancengerechtigkeit zu erhöhen, nicht verringert. Die Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht hat nach wie vor einen großen Einfluss auf Leseleistungen, aber auch auf die Orthografie und Wortschatzkenntnisse (Skopek, 2020). Längsschnittanalysen zeigen, dass sich die sprachlichen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen sozialen Schichten schon im Kindergarten unterscheiden und die Schule diese Diskrepanz nicht zu verringern vermag (Skopek, 2020). Damit benachteiligte Schüler:innen im Leseverstehen gezielt gefördert werden können, müssen Lehrkräfte evidenzbasierte Fördermaßnahmen für leistungsschwächere Schüler:innen zielgerichtet auswählen und in ihre Unterrichtspraxis implementieren. Der Transfer von evidenzbasierten Programmen und Maßnahmen in die schulische Praxis verläuft jedoch schleppend (Gräsel, 2019; Karstens et al., 2025). Dies liegt mitunter daran, dass interner bzw. anekdotischer Evidenz ein höherer Stellenwert beigemessen wird als wissenschaftlicher externer Evidenz (Blumenthal & Mahlau, 2015; Locher, 2024). Das von Swissuniversities geförderte Projekt TREKS-CH adressiert die Lücke zwischen fachdidaktischer/ bildungswissenschaftlicher Evidenz und Unterrichtspraxis (Dewey, 1904; Farley-Ripple et al., 2018; Lipowsky, 2019). Ziel ist es, Evidenz aus der (inter-)nationalen Sprachdidaktik und empirischen Bildungsforschung für drei Sprachhandlungsbereiche (Leseverstehen, Schreiben, Mündlichkeit) verständlich aufzubereiten, sodass (angehende) Lehrkräfte und Schulen Maßnahmen für die Förderung benachteiligter Lernender zielgerichtet auswählen können. Kernelement des Projekts sind KI-gestützte systematische Reviews für die drei o.g. Sprachhandlungsbereiche (Gräsel, 2019) mit folgenden Fragestellungen: Was wirkt? Was wirkt nicht? Was ist bis dato noch unklar oder unbeantwortet? Die Erkenntnisse werden in Form einer Evidenzmap (White, 2019) aufbereitet und auf einer institutionen- und hochschulübergreifenden Evidenzplattform (u. a. in Anlehnung an das Clearing House Unterricht, Seidel et al., 2020) zugänglich gemacht. Im Vortrag wird das Projekt mit einem Fokus auf das Leseverstehen und die Leseförderung vorgestellt. Basierend auf einer theoretischen Auslegeordnung zum Evidenzbegriff werden die Ziele des Projekts, die Methodik der Reviews und der Aufbau einer ersten Evidenzmap für den Bereich Leseförderung (Was wirkt?) vorgestellt. Es lässt sich diskutieren, wie die Befunde mit Theorien, interner/ anekdotischer Evidenz und Fehlkonzepten sowie Problemstellungen aus der Praxis sinnvoll verknüpft werden könnten (Renkl, 2022) und wie die Plattform in die Aus- und Weiterbildung integriert werden könnte.
dc.event10. Arbeitstagung der AG Leseverstehen im Symposion Deutschdidaktik e.V.
dc.event.end2026-02-27
dc.event.start2026-02-26
dc.identifier.urihttps://irf.fhnw.ch/handle/11654/55980
dc.language.isode
dc.relationTransfer von evidenzbasierten Konzepten zur Sprachbildung in die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen zur Erhöhung der Chancengerechtigkeit, 2025-04-01
dc.spatialJena
dc.subjectTransfer
dc.subjectChancengerechtigkeit
dc.subjectSprachbildung
dc.subject.ddc370 - Erziehung, Schul- und Bildungswesen
dc.titleTransfer von evidenzbasierten Konzepten zur Sprachbildung in die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen zur Erhöhung der Chancengerechtigkeit. Einblicke in das Projekt TREKS-CH am Beispiel der Leseförderung
dc.type06 - Präsentation
dspace.entity.typePublication
fhnw.InventedHereYes
fhnw.ReviewTypeAnonymous ex ante peer review of an abstract
fhnw.affiliation.hochschulePädagogische Hochschule FHNWde_CH
fhnw.affiliation.institutInstitut Sekundarstufe I und IIde_CH
relation.isAuthorOfPublication1b944a6f-e9fc-45d7-aa6c-067e899e70b1
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relation.isProjectOfPublicationb6279836-8d7d-4ffc-925f-28967e5e2bd2
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