Brennpunkt Caseload: Wie RAV-Personalberatende Belastungen erleben und bewältigen

dc.contributor.authorHerzog, Julia
dc.contributor.mentorBurren, Franziska
dc.contributor.partnerKanton Zürich, Amt für Arbeit, Annemarie Rusch
dc.date.accessioned2026-01-19T09:39:17Z
dc.date.issued2025-09-04
dc.description.abstractDie Personalberatenden eines regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) haben den Auftrag arbeitslose Personen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und somit das Arbeitslosenversicherungsgesetz zu vollziehen. Die Volatilität auf dem Schweizer Arbeitsmarkt führt immer wieder zu unterschiedlichen Belastungen für Personalberater:innen, was sich in einer teilweise hohen Anzahl von Dossiers, die es zu bearbeiten gilt (Caseload), manifestiert. Dies kann Stress auslösen. Die Stressforschung zeigt: Stress kann sich negativ auf die psychische und physische Gesundheit auswirken. Daher ist es notwendig zu verstehen, wie Personalberater:innen eines RAVs im Kanton Zürich ihre Arbeitsbelastung wahrnehmen und mit Stress umgehen. Das Ziel der Untersuchung besteht darin, Arbeitsstressoren und Ressourcen zu operationalisieren, zu erfassen und deren Vorkommen sowie Unterschiede zwischen den Personalberater:innen zu analysieren. Dazu wurden zwei sinngemässe Fragestellungen formuliert. Um diese zu beantworten, wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt und zwölf leitfadengestützte Interviews mit Personalberater:innen durchgeführt. Die Analyse zeigt: Insbesondere psychologische sowie rollenbezogene Arbeitsstressoren wirken belastend. Ressourcen wie Autonomie, soziale Unterstützung und Erholung wirken entlastend, werden aber unterschiedlich genutzt. Zudem zeigt es sich, dass das Stressempfinden individuell ist und stark vom beruflichen Rollenverständnis abhängt. Beratend orientierte Personen erleben höhere Belastungen, während kontrollierend ausgerichtete Personen Aufgaben besser delegieren können. Die Arbeit schliesst mit einer Handlungsempfehlung, die stressreduzierende Massnahmen beinhaltet, die von den Personalberater:innen selbstständig umgesetzt werden können und durch Wirksamkeitsstudien geprüft wurden. Dazu gehören praxisorientierte Vorgehensweisen zur Aufklärungsarbeit, zur Schaffung von Rollenklarheit und zu bewusstem Pausenverhalten. Gelingt es, diese Aspekte umzusetzen, können Arbeitsstressoren nachhaltig reduziert und Ressourcen selbstwirksam gestärkt werden.
dc.identifier.urihttps://irf.fhnw.ch/handle/11654/55169
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.26041/fhnw-15045
dc.language.isode
dc.publisherHochschule für Angewandte Psychologie FHNW
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.spatialOlten
dc.subjectStressentstehung
dc.subjectArbeitsstressoren
dc.subjectRessourcen
dc.subjectBelastung
dc.subjectRollenverständnis
dc.subject.ddc150 - Psychologie
dc.titleBrennpunkt Caseload: Wie RAV-Personalberatende Belastungen erleben und bewältigen
dc.type11 - Studentische Arbeit
dspace.entity.typePublication
fhnw.InventedHereYes
fhnw.StudentsWorkTypeBachelor
fhnw.affiliation.hochschuleHochschule für Angewandte Psychologie FHNWde_CH
fhnw.affiliation.institutZentrum für Ausbildungde_CH
fhnw.studyProgramBachelor of Science FHNW in Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie
relation.isMentorOfPublication56289307-4226-41c4-8c23-1933baf083e8
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