Nutzung von IFC für den Informationsaustausch bei Ausschreibungen - Machbarkeitsanalyse

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Autor:in (Körperschaft)
Publikationsdatum
22.05.2026
Typ der Arbeit
Master
Studiengang
Master of Science FHNW in Virtual Design and Construction
Typ
11 - Studentische Arbeit
Herausgeber:innen
Herausgeber:in (Körperschaft)
Übergeordnetes Werk
Themenheft
DOI der Originalpublikation
Zugehörige Forschungsdaten
Reihe / Serie
Reihennummer
Jahrgang / Band
Ausgabe / Nummer
Seiten / Dauer
Patentnummer
Verlag / Herausgebende Institution
Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW
Verlagsort / Veranstaltungsort
Muttenz
Auflage
Version
Programmiersprache
Abtretungsempfänger:in
Praxispartner:in/Auftraggeber:in
CRB
Zusammenfassung
Im Schweizer Bauwesen läuft die Phase der Ausschreibung heute weitgehend dokumentenzentriert ab. Auf der einen Seite das digitale Bauwerksmodell, das via IFC ausgetauscht wird. Auf der anderen Seite das Leistungsverzeichnis nach NPK, das im CRBX-Format gemäss SIA 451 und IfA 18 transportiert wird. Beide Welten sind ausgereift. Sie sprechen aber nicht miteinander, und so entsteht ein Medienbruch, der in jedem Projekt erneut von Hand überbrückt werden muss. Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob das offene IFC-Schema in der Version 4X3 als alleiniger Träger eines Schweizer Leistungsverzeichnisses tragfähig ist. Der Ansatz ist methodisch zweistufig: zuerst eine konzeptionelle Analyse mit Mapping-Schema und Variantenbewertung, dann ein Proof of Concept am Beispiel einer Eichenparkett-Position aus dem NPK-Kapitel 412. Die Ergebnisse werden anschliessend in zwei Experteninterviews — Anbietersicht und Normgebersicht — qualitativ validiert. Der entwickelte Mapping-Ansatz (Variante V3) nutzt einen einzigen `IfcCostSchedule` als Wurzel, bildet die NPK-Hierarchie über `IfcCostItem` mit `IfcRelNests` ab, behandelt die NPK-Codes als externe Klassifikation via `IfcClassification`, und verknüpft Bauteil und Position über `IfcRelAssignsToControl`. Konditionen, Mehrwertsteuer und Akteure werden nach dem Cassandro-Pattern beziehungsweise über native IFC-Mechanik abgebildet. Der Proof of Concept zeigt die Machbarkeit auf der Schemaebene. Sämtliche im Quellsatz vorhandenen Informationen lassen sich in der IFC-Datei eindeutig verorten, der manuelle Round-Trip über eine Vollständigkeitsmatrix gelingt, und die Schemavalidierung durch den buildingSMART IfcValidation Service ist erfolgreich. Die Experteninterviews bestätigen den eingeschlagenen Weg: aus Anbietersicht ist die Persistenz der Modell-Position-Verknüpfung ein zentraler Mehrwert gegenüber heutigen Praktiken; aus Normgebersicht stimmt grundsätzlich die Richtung. Beide Stimmen identifizieren dieselbe Grenze: nicht das Schema ist das Problem, sondern die koordinierte Adoption durch die Software-Anbieter. Die Arbeit liefert drei Beiträge. Erstens eine vollständige Abdeckungsmatrix CRBX ↔ IFC4X3 mit Verlustanalyse. Zweitens ein bidirektionales Mapping-Konzept, dokumentiert in einem nachvollziehbaren Schemakatalog. Drittens einen lauffähigen Referenzdatensatz mit Quellcode. Auf dieser Grundlage werden konkrete Empfehlungen für künftige IFC-Profilierungen, eine IDS-Spezifikation und einen Belastungstest an weiteren NPK-Gewerken formuliert.
Schlagwörter
IFC, BIM, Cost Breakdown Structure, NPK
Projekt
Veranstaltung
Startdatum der Ausstellung
Enddatum der Ausstellung
Startdatum der Konferenz
Enddatum der Konferenz
Datum der letzten Prüfung
ISBN
ISSN
Sprache
Deutsch
Während FHNW Zugehörigkeit erstellt
Ja
Zukunftsfelder FHNW
Publikationsstatus
Begutachtung
Open Access-Status
Lizenz
'http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/'
Zitation
Rodriguez Cordova, J. (2026). Nutzung von IFC für den Informationsaustausch bei Ausschreibungen - Machbarkeitsanalyse [Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW]. https://doi.org/10.26041/fhnw-16995