Von der Krisendiagnose zum Turnaround. Schlussbericht für die teilnehmenden Schulen
Type
05 - Forschungs- oder Arbeitsbericht
Zusammenfassung
Externe Evaluationen sollen Aufschluss über die Schulqualität geben und zur Schulentwicklung
beitragen. Um Diagnosen zur Schulqualität griffig auf den Punkt zu bringen, wird im Kanton Aargau
ein Ampelsystem verwendet: Eine Grüne Ampel signalisiert, dass die Grundanforderungen
der Schulqualität erfüllt werden. Eine Gelbe Ampel zeigt Probleme an, bei denen davon auszugehen
ist, dass die Schule diese Probleme selbständig in den Griff bekommt. Die Krisendiagnose
in Form einer Roten Ampel zeigt gravierende Funktionsstörungen an. Eine Rote Ampel hat zur
Folge, dass die kantonale Schulaufsicht eingeschaltet und die Teilautonomie der Schule eingeschränkt
wird, bis ihr im Rahmen einer Nachevaluation der Nachweis gelingt, die Probleme überwunden
zu haben. Von der Organisationsforschung wird dieser Wandel von der Krisendiagnose
hin zur positiven Nachevaluation als «Turnaround» bezeichnet.
Der vorliegende Bericht widmet sich Schulen, die den Turnaround geschafft haben und rekonstruiert
den Wandel anhand von sechs Aargauer Schulen. Dabei stehen die folgenden vier Leitfragen im Zentrum:
(1) Welche Merkmale weisen Schulen zum Zeitpunkt der Krisendiagnose (Rote Ampel) auf?
(2) Welche Merkmale weisen Schulen zum Zeitpunkt der positiven Nachevaluation (Grüne Ampel)
auf?
(3) Worin unterscheiden sich die Schulen zu den beiden Evaluationszeitpunkten?
(4) Wie lässt sich der Turnaround charakterisieren?
a) Welche Veränderungen hat die Schule durchlaufen?
b) Welche Akteure haben den Turnaround geprägt?
Neben Interviews mit verschiedenen Akteuren erfolgte auch eine umfassende Analyse von Evaluationsberichten
und Protokollen, die im Rahmen der Krisendiagnose entstanden sind. Im Folgenden
erhalten Sie Informationen zur Stichprobe und Erhebung der Daten, bevor anschliessend
die Ergebnisse des Projekts vorgestellt werden.