Sprachlernstrategien und Mehrsprachigkeitsdidaktik im Französischunterricht. Erste Ergebnisse einer longitudinalen Studie auf der Deutschschweizer Sekundarstufe II.

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Publikationsdatum
26.03.2026
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06 - Präsentation
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Tübingen
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Zusammenfassung
Seit 2013 ist die Integrierte Sprachendidaktik (ISD) für das Sprachenlernen auf der Sekundarstufe II in der Schweiz offiziell empfohlen (vgl. EDK, 2013). Die ISD soll den mehrsprachigen Lernenden helfen, Verbindungen zwischen verschiedenen Sprachen und Sprachlernstrategien herzustellen (vgl. Candelier & Manno, 2023). Die Anwendung von Sprachlernstrategien ist eine der Eigenschaften der good language learners (vgl. Naiman et al., 1978) und wird in der Fremdsprachendidaktik mit der Autonomie der Lernenden in Verbindung gebracht (vgl. Martinez, 2016, S. 375f.; Tönshoff, 2003, S. 332f.). Mithilfe von Sprachlernstrategien werden sich die Lernenden ihres eigenen Sprachlernens bewusst und können dieses optimieren. Studien zu Sprachlernstrategien im Rahmen der Integrierten Sprachendidaktik fehlen jedoch weitgehend; bislang gibt es kaum empirische Beweis für die erwünschten Effekte dieser Didaktik (vgl. Berthele, 2018). Ziel meines mündlichen Vortrags ist es, erste Ergebnisse der experimentellen Längsschnittstudie «Mehrsprachigkeitsdidaktik im Französischunterricht der Schweizer Gymnasialstufe (Sek II) durch Professionalisierung von Lehrpersonen» vorzustellen. In dieser Studie wurden Gymnasiast*innen in der ersten Klasse der Sekundarstufe II untersucht, die Deutsch als Schulsprache, Englisch als erste Fremdsprache und Französisch als zweite Fremdsprache lernen (N=608; Interventionsgruppe=300; Kontrollgruppe=308; Alter≈16.14 [σ=.848]). Die Lehrpersonen der Interventionsgruppe wurden in der ISD weitergebildet und entwickelten 12 integrierte Unterrichtssequenzen, die sie dann ein Semester lang im Französischunterricht durchführten. Der Fokus der Unterrichtseinheiten lag auf den Fertigkeiten Hören und Schreiben. Erste quantitative Ergebnisse zeigen, dass das sprachenübergreifende Material einen positiven Effekt auf die Anwendung mehrsprachiger Lernstrategien hatte. Allerdings gibt es keinen positiven Effekt auf die Anwendung kompensatorischer, metakognitiver, affektiver und sozialer Strategien. Erste qualitative Ergebnisse zeigen zudem, dass Schreibstrategien und insbesondere interlinguale Schreibstrategien schon vor der didaktischen Intervention zu den Werkzeugen der Gymnasiast*innen bei der Bewältigung einer Schreibaufgabe gehören. Die praktischen Implikationen der Ergebnisse sowie die Grenzen der Studie werden anschliessend diskutiert.
Schlagwörter
Französisch als Fremdsprache, Sprachlernstrategien, Integrative Sprachendidaktik
Veranstaltung
XLI. Forum Junge Romanistik (FJR) „Kontinua: Polaritäten, Grenzen, Übergänge, Verschmelzungen“
Startdatum der Ausstellung
Enddatum der Ausstellung
Startdatum der Konferenz
25.03.2026
Enddatum der Konferenz
27.03.2026
Datum der letzten Prüfung
ISBN
ISSN
Sprache
Deutsch
Während FHNW Zugehörigkeit erstellt
Ja
Zukunftsfelder FHNW
New Work
Publikationsstatus
Begutachtung
peer-reviewed
Open Access-Status
Lizenz
'https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/'
Zitation
Lapaque, P. (2026, March 26). Sprachlernstrategien und Mehrsprachigkeitsdidaktik im Französischunterricht. Erste Ergebnisse einer longitudinalen Studie auf der Deutschschweizer Sekundarstufe II. XLI. Forum Junge Romanistik (FJR) „Kontinua: Polaritäten, Grenzen, Übergänge, Verschmelzungen“. https://irf.fhnw.ch/handle/11654/56732