Brennpunkt Caseload: Wie RAV-Personalberatende Belastungen erleben und bewältigen

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Autor:innen
Autor:in (Körperschaft)
Publikationsdatum
04.09.2025
Typ der Arbeit
Bachelor
Studiengang
Bachelor of Science FHNW in Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie
Typ
11 - Studentische Arbeit
Herausgeber:innen
Herausgeber:in (Körperschaft)
Übergeordnetes Werk
Themenheft
DOI der Originalpublikation
Link
Reihe / Serie
Reihennummer
Jahrgang / Band
Ausgabe / Nummer
Seiten / Dauer
Patentnummer
Verlag / Herausgebende Institution
Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW
Verlagsort / Veranstaltungsort
Olten
Auflage
Version
Programmiersprache
Abtretungsempfänger:in
Praxispartner:in/Auftraggeber:in
Kanton Zürich, Amt für Arbeit, Annemarie Rusch
Zusammenfassung
Die Personalberatenden eines regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) haben den Auftrag arbeitslose Personen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und somit das Arbeitslosenversicherungsgesetz zu vollziehen. Die Volatilität auf dem Schweizer Arbeitsmarkt führt immer wieder zu unterschiedlichen Belastungen für Personalberater:innen, was sich in einer teilweise hohen Anzahl von Dossiers, die es zu bearbeiten gilt (Caseload), manifestiert. Dies kann Stress auslösen. Die Stressforschung zeigt: Stress kann sich negativ auf die psychische und physische Gesundheit auswirken. Daher ist es notwendig zu verstehen, wie Personalberater:innen eines RAVs im Kanton Zürich ihre Arbeitsbelastung wahrnehmen und mit Stress umgehen. Das Ziel der Untersuchung besteht darin, Arbeitsstressoren und Ressourcen zu operationalisieren, zu erfassen und deren Vorkommen sowie Unterschiede zwischen den Personalberater:innen zu analysieren. Dazu wurden zwei sinngemässe Fragestellungen formuliert. Um diese zu beantworten, wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt und zwölf leitfadengestützte Interviews mit Personalberater:innen durchgeführt. Die Analyse zeigt: Insbesondere psychologische sowie rollenbezogene Arbeitsstressoren wirken belastend. Ressourcen wie Autonomie, soziale Unterstützung und Erholung wirken entlastend, werden aber unterschiedlich genutzt. Zudem zeigt es sich, dass das Stressempfinden individuell ist und stark vom beruflichen Rollenverständnis abhängt. Beratend orientierte Personen erleben höhere Belastungen, während kontrollierend ausgerichtete Personen Aufgaben besser delegieren können. Die Arbeit schliesst mit einer Handlungsempfehlung, die stressreduzierende Massnahmen beinhaltet, die von den Personalberater:innen selbstständig umgesetzt werden können und durch Wirksamkeitsstudien geprüft wurden. Dazu gehören praxisorientierte Vorgehensweisen zur Aufklärungsarbeit, zur Schaffung von Rollenklarheit und zu bewusstem Pausenverhalten. Gelingt es, diese Aspekte umzusetzen, können Arbeitsstressoren nachhaltig reduziert und Ressourcen selbstwirksam gestärkt werden.
Schlagwörter
Stressentstehung, Arbeitsstressoren, Ressourcen, Belastung, Rollenverständnis
Fachgebiet (DDC)
Projekt
Veranstaltung
Startdatum der Ausstellung
Enddatum der Ausstellung
Startdatum der Konferenz
Enddatum der Konferenz
Datum der letzten Prüfung
ISBN
ISSN
Sprache
Deutsch
Während FHNW Zugehörigkeit erstellt
Ja
Zukunftsfelder FHNW
Publikationsstatus
Begutachtung
Open Access-Status
Lizenz
'http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/'
Zitation
Herzog, J. (2025). Brennpunkt Caseload: Wie RAV-Personalberatende Belastungen erleben und bewältigen [Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW]. https://doi.org/10.26041/fhnw-15045