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dc.contributor.authorLeemann, Regula Julia
dc.contributor.authorDa Rin, Sandra
dc.contributor.authorImdorf, Christian
dc.contributor.editorLessenich, Stephan
dc.date.accessioned2016-12-28T11:15:08Z
dc.date.available2016-12-28T11:15:08Z
dc.date.issued2015
dc.identifier.urihttp://hdl.handle.net/11654/23777
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.26041/fhnw-913
dc.description.abstractSeit den 1990er Jahren wird das duale Berufsbildungssystem in den deutschsprachigen Ländern von Krisenszenarien begleitet. Es biete zu wenige Ausbildungsplätze, sei für die heutigen Jugendlichen nicht mehr attraktiv, bereite ungenügend auf die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt vor und diskriminiere Jugendliche bei der Lehrstellensuche. Um die Qualität der dualen Berufsbildung zu verbessern, haben die verantwortlichen Behörden Ende der 1990er Jahre deshalb ein neues Modell in der dualen Berufsbildung – sogenannte Ausbildungsverbünde – lanciert, bei denen Betriebe gemeinsam Jugendliche ausbilden. Im Beitrag gehen wir der Frage nach, weshalb und unter welchen Bedingungen sich Betriebe an diesem voraussetzungsvollen und komplex organisierten Modell der Berufsbildung beteiligen und nicht alleine ausbilden. Die einer konventionensoziologischen Sichtweise verpflichtete empirische Analyse geht dabei von der Annahme aus, dass die Betriebe sich bei der Begründung ihrer Beteiligung auf die – auf unterschiedlichen Wertigkeitsordnungen beruhende – gesellschaftliche Kritik an der Berufsbildung beziehen. Diese Frage der Beteiligung wird aus der jeweiligen betrieblichen Situation heraus – welche durch Strukturmerkmale wie Branchenzugehörigkeit, Betriebsgrösse oder Trägerschaft strukturiert ist – interpretiert und bewertet. Für die empirische Untersuchung beziehen wir uns auf vier von uns untersuchte Ausbildungsverbünde in der Schweiz und analysieren Interviews, welche wir mit Vertretern von Ausbildungsbetrieben geführt haben. Unsere Ergebnisse zeigen, dass a) die Beteiligung und der weitere Verbleib im Verbund mit Bezug auf unterschiedliche Wertigkeitsordnungen begründet werden, b) betriebliche Merkmale die Rechtfertigungsbasis einer Beteiligung mitbestimmen, und c) die Beteiligung eine brüchige und immer wieder neu zu bestätigende Entscheidung ist, bei der verschiedene Logiken austariert und zu Kompromissformen verbunden werden müssen.
dc.description.urihttp://publikationen.soziologie.de/index.php/kongressband/article/view/123/pdf_107
dc.language.isode_CH
dc.relationLehrbetriebsverbünde in der Praxis - Eine multiple Fallstudie zum Funktionieren und den Anforderungen einer neuen Organisationsform der betrieblichen Lehre aus Sicht verschiedener Akteure
dc.relation.ispartofRoutinen der Krise - Krise der Routinen. Verhandlungen des 37. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Trier 2014
dc.accessRightsAnonymous
dc.subjectAusbidungsverbünde
dc.subjectKrise Berufsbildung
dc.subject.ddc300 - Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologiede
dc.subject.ddc370 - Erziehung, Schul- und Bildungswesende
dc.titleAusbildungsverbünde als Krisen-Bewältiger und krisenhafte Modelle in der dualen Berufsbildung – Analysen mit dem Instrumentarium der Soziologie der Konventionen
dc.type04 - Beitrag Sammelband oder Konferenzschrift
dc.volume37
dc.spatialTrier
dc.audienceScience
fhnw.publicationStatePublished
fhnw.ReviewTypeLectoring (ex ante)
fhnw.InventedHereYes
fhnw.PublishedSwitzerlandNo
fhnw.IsStudentsWorkno


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