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dc.contributor.authorHafner, Sandra
dc.date.accessioned2019-06-12T07:22:29Z
dc.date.available2019-06-12T07:22:29Z
dc.date.issued2018-09
dc.identifier.urihttp://hdl.handle.net/11654/27707
dc.description.abstractAngesichts des steigenden Lehrkräftebedarfs auf Vorschul- und Primarstufe rücken die Schultypen der Sekundarstufe II in den Fokus, welche prüfungsfreien Zugang zur Ausbildung als Vorschul- und Primarstufenlehrkraft (VS/PS) an Pädagogischen Hochschulen (PH) bieten: das Gymnasium sowie die Fachmittelschule (FMS) mit Berufsfeld und Fachmaturität Pädagogik (FMP). Letztere hat gegenüber dem stets als ‘Königsweg’ bezeichneten, gymnasialen Weg an Bedeutung gewonnen. Sie findet viel Zulauf und ist vielerorts eine wichtige Zubringerin zur PH. Der PH-Zugang über die FMP wurde gar bundesgesetzlich verankert (HFKG), und der Anteil Studierender mit Fachmaturität in den Studiengängen VS/PS steigt kontinuierlich. Ziel des Dissertationsprojektes ist aufzuzeigen, wie sich die Fachmittelschule im Bereich Pädagogik neben dem Gymnasium als Zugangsweg an die PHs etablieren konnte, worin sich die beiden Ausbildungsprogramme aktuell unterscheiden, und welche ‘Qualitäten’ ihnen von verschiedenen beteiligten Akteuren zugeschrieben werden. Die Definition von ‘Qualität’ wird als zugeschrieben und ebenso wie der untersuchte Institutionalisierungsprozess als Resultat von Aushandlungs- und Koordinationsprozessen verstanden. Daher dient als theoretischer Rahmen die ‘Soziologie der Konventionen’, aus deren Perspektive Akteure Handlungen und Entscheidungen auf Basis sogenannter ‘(Qualitäts-)Konventionen’ i.S. kultureller Wertigkeitsordnungen koordinieren, bewerten und legitimieren. Deren Pluralität kann jedoch zu Widersprüchen führen, welche ggf. mittels Kompromissen gelöst werden. Methodisch wird ein Fallstudiendesign verfolgt, mit welchem Gymnasium und Fachmittelschule (sprach-)regional kontrastierend untersucht werden. Als Datenquellen dienen Interviews mit Vertretern von PHs und Bildungsverwaltung, Rektor/innen, Lehrpersonen und Schüler/innen, ebenso Dokumente wie z.B. Schulbroschüren, Rahmenstundenpläne, Positionspapiere, Gesetzesgrundlagen etc. Die Auswertung erfolgt interpretativ-rekonstruktiv vor dem erkenntnistheoretischen Hintergrund der Soziologie der Konventionen. Die Analyse zeigt, dass die Etablierung der Fachmittelschule und Fachmaturität Pädagogik als Zugangsweg zur PH (VS/PS) ein umkämpfter Prozess war. Im Rahmen der Tertiarisierung der Lehrkräfteausbildung mussten permanent (Minimal)konsens und Kompromisse für kantonal divergierende Interessen gefunden werden. Die Einführung der Fachmaturität Pädagogik stellt in diesem Kontext einen Kompromiss zwischen dem Aufrechterhalten eines in manchen Kantonen traditionell zur Lehrkräfteausbildung führenden Zugangs und dem Anspruch an gymnasiales Maturitätsniveau als Vorbildung für eine hochschulförmige Lehrkräfteausbildung dar. Aktuell wird deutlich, dass sich die beteiligten Akteure bei der Bewertung der beiden untersuchten Bildungsgänge auf unterschiedliche (Qualitäts-)konventionen berufen. Die Qualitätszuschreibungen gegenüber der FMS orientieren sich verstärkt an der Integrationskraft für benachteiligte soziale Gruppen, während beim Gymnasium stärker Aspekte wie kognitive Leistungsfähigkeit und Intellektualität betont werden. Auf dieser Grundlage wird das Gymnasium als Voraussetzung für eine frei wählbare, akademisch und/oder gesellschaftlich verantwortungsvolle Laufbahn gesehen, während die FMS sich mit dem Fokus auf den Lehrberuf als direkte Zubringerin zur PH versteht. Hier werden Parallelen zum ehemaligen Lehrerseminar hervorgehoben, welche je nach kantonaler Lehrerbildungstradition kritisiert oder positiv bewertet werden.
dc.language.isode_CH
dc.accessRightsAnonymous
dc.subjectFachmaturität
dc.subjectFachmittelschule
dc.subjectFachmaturität Pädagogik
dc.subjectGymnasium
dc.subjectSekundarstufe II
dc.subjectPädagogische Hochschule
dc.subjectLehrerbildung
dc.subjectKonventionensoziologie
dc.subjectÉconomie des conventions
dc.subject.ddc370 - Erziehung, Schul- und Bildungswesende
dc.titleDie Bedeutung der Fachmittelschule und des Gymnasiums als Zugangswege in die Lehrkräfteausbildung an Pädagogischen Hochschulen
dc.type06 - Präsentation
dc.spatialPH n/w Brugg-Windisch
dc.event«Wege in den Lehrberuf». Tagung organisiert von der Pädagogischen Hochschule FHNW in Zusammenarbeit mit den Pädagogischen Hochschulen Zürich und Bern.
dc.audienceScience
fhnw.publicationStateUnpublished
fhnw.ReviewTypeNo peer review
fhnw.InventedHereYes
fhnw.PublishedSwitzerlandYes
fhnw.IsStudentsWorkno


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