Kooperative Wissensbildung und Implementation in der Sozialen Arbeit. Eine Fallanalyse zur kooperativen Wissensbildung von Akteur:innen aus Wissenschaft und Praxis und der Implementation des kooperativ generierten Wissens aus Sicht involvierter Fachpersonen anhand eines Entwicklungsprojekts im Kindesschutz in der Schweiz

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Autor:innen
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Publikationsdatum
08.2026
Typ der Arbeit
Dissertation
Studiengang
Typ
11 - Studentische Arbeit
Herausgeber:innen
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Themenheft
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Verlag / Herausgebende Institution
Pädagogische Hochschule Freiburg
Verlagsort / Veranstaltungsort
Freiburg
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Praxispartner:in/Auftraggeber:in
Zusammenfassung
Optimierungs-Zyklus werden als Gegenentwurf zu einem trivialen Wissenstransferverständnis und als Strategie zur Bearbeitung des Theorie-Praxis-Problems in der Sozialen Arbeit verstanden, indem sie modellieren, wie Akteur:innen aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam neues, problemlösendes Wissen zur Bewältigung von Handlungsproblemen in der Praxis generieren können. Anhand einer qualitativen Fallstudie wurde untersucht, wie kooperative Wissensbildung zwischen Akteur:innen aus Wissenschaft und Praxis in der Sozialen Arbeit konkret erfolgt und welche Relevanz diese Involviertheit der Fachpersonen sowie das generierte Wissen für involvierte Fachpersonen und für die Implementation dieses Wissens in den beteiligten Praxisorganisationen haben. Die empirischen Befunde zeigen, dass kooperative Wissensbildung im untersuchten Fall als interaktionelle Wissensrelationierung entlang vier interdependenter Kernprozesse (Externalisierungs-, Aushandlungs- und Verständigungsprozesse, Erprobungsprozesse, Reflexionsprozesse und Verstehensprozesse) in einem spezifischen Setting erkennbar wird, wobei die involvierten Wissenschaftler:innen als glaubwürdige Kooperationskapitän:innen, die involvierten Fachpersonen als lernende Wissensträger:innen und mitproduzent:innen erscheinen. Die Arbeitsbeziehung zwischen Wissenschaftler:innen und Fachpersonen in der kooperativen Wissensbildung zeichnet sich durch Partnerschaftlichkeit, aber auch durch unterschiedliche Machtausstattung aus. Eingelagert in die interaktionelle Wissensrelationierung und als ihre Folge lassen sich erstens Wissenstransformations- und hybridisierungsprozesse, zweitens mehrdimensionale (individuelle, kollektive und organisationale) Lernprozesse und drittens ein doppelter Sinn- und Relevanzherstellungsprozess seitens der involvierten Fachpersonen nachzeichnen, der sowohl die Bedeutsamkeit der eigenen Involviertheit in die Wissensproduktion als auch die Relevanz des generierten Wissens für die involvierten Fachpersonen verdeutlicht. Im Hinblick auf die Implementation des generierten Wissens in den involvierten Praxisorganisationen wird erkennbar, dass die Involviertheit der Fachpersonen in die kooperative Wissensbildung erstens dazu führte, dass diese als spezifische Wissensträger:innen in acht unterschiedlichen Rollen die Implementation des generierten Wissens aktiv unterstützten, und zweitens dadurch die Akzeptanz des generierten Wissens bei nicht-involvierten Fachpersonen erhöhte und Widerstand gegen dessen Implementation reduzierte. Die empirischen Befunde leisten einen Beitrag zur Schliessung der aufgezeigten Forschungslücke, fundieren das Modell der kooperativen Wissensbildung und den Praxis-Optimierungs-Zyklus empirisch und liefern Anhaltspunkte sowohl für deren forschungsbasierte Weiterentwicklung als auch für eine evidenzbasierte Modellierung der Implementationsprozesse kooperativ generierten Wissens. Zudem geben die Befunde Hinweise für die Modellierung einer spezifischen «Wissenskultur kooperativer Wissensbildung» und verweisen auf empirisch begründete Gelingensbedingungen der Gestaltung künftiger kooperativer Wissensbildungsprozesse von Akteur:innen aus Wissenschaft und Praxis in der Sozialen Arbeit.
Schlagwörter
Kooperative Wissensbildung, Implementation, Soziale Arbeit
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Sprache
Deutsch
Während FHNW Zugehörigkeit erstellt
Ja
Zukunftsfelder FHNW
Publikationsstatus
Veröffentlicht
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nicht peer-reviewed
Open Access-Status
Lizenz
'https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/'
Zitation
Gerodetti, J. (2026). Kooperative Wissensbildung und Implementation in der Sozialen Arbeit. Eine Fallanalyse zur kooperativen Wissensbildung von Akteur:innen aus Wissenschaft und Praxis und der Implementation des kooperativ generierten Wissens aus Sicht involvierter Fachpersonen anhand eines Entwicklungsprojekts im Kindesschutz in der Schweiz [Pädagogische Hochschule Freiburg]. https://doi.org/10.60530/opus-3656

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